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Drugcom: Archiv: Depressionen und Ecstasy

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News-Archiv


Archiv Jahr 2008


24.10.2008

Depressionen und Ecstasy

Ecstasykonsumierende erleben nach dem Konsum oftmals eine Art „Kater“, der von depressiven Symptomen geprägt ist und die darauf zurückgeführt werden, dass Ecstasy die Depots des Neurotransmitters Serotonin erschöpft hat. Da Ecstasy im Verdacht steht, die serotonergen Nervenzellen zu zerstören, liegt die Vermutung nahe, dass Ecstasykonsum womöglich dauerhaft zu einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen führt. Eine Längsschnittstudie hat sich dieses Themas angenommen und zum Teil unerwartete Ergebnisse hervorgebracht.

Der Zusammenhang von Ecstasy und Depressionen ist in einer Vielzahl an Studien untersucht worden. In manchen konnten signifikant höhere Werte für Depressivität festgestellt werden, andere Studien hingegen fanden keine Unterschiede zwischen konsumierenden und abstinenten Personen. Ein Problem mit dem die meisten Studien behaftet sind, sind die relativ kleinen Stichproben, die selten mehr als 30 Ecstasykonsumierende umfassen. Zudem können einigermaßen zuverlässige Aussagen nur mit Hilfe von Studien getroffen werden, in denen dieselben Personen zu mehreren Zeitpunkten untersucht werden. Eine groß angelegte Längsschnittstudie ist demnach nötig, um dem Verdacht, dass Ecstasy dauerhafte Depressionen auslösen kann, auf den Grund zu gehen.

Ein Forschungsteam der Wright State University aus Dayton, USA, hat kürzlich eine solche Studie durchgeführt und veröffentlicht. Russel Falck und seine Kollegen haben 402 Personen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren für ihre Studie gewinnen können, die zumindest einmal in ihrem Leben Ecstasy konsumiert haben. Depressivität wurde in persönlichen Interviews und mit Hilfe spezieller Fragebögen erfasst. 24 Monate nach der ersten Untersuchung wurden alle Personen erneut befragt.

Entgegen der Forschungshypothese kommen die drei US-amerikanischen Forscher nach Auswertung der Daten zu der Schlussfolgerung, dass sich bei den meisten Ecstasykonsumierenden keine erhöhten Werte für Depressionen feststellen lassen. Eine Ausnahme bilden allerdings jene Konsumierenden, die mehr als 50 Ecstasypillen in den vergangenen zwei Jahren konsumiert hatten. Bei ihnen zeigten sich signifikant erhöhte Werte für Depressionen. Die Autoren geben allerdings zu bedenken, dass möglicherweise Personen mit einem hohen Ecstasykonsum generell eher zu Depressivität neigen könnten und diese Neigung sie anfälliger dafür macht, Ecstasy zu konsumieren.

Völlige Klarheit konnte die vorliegende Studie somit auch nicht zu der Frage liefern, ob Ecstasykonsum zu Depressionen führt oder bestimmte Personeneigenschaften dem zugrunde liegen. Allerdings zeigt sich hier wie in anderen Studien, dass die Dosis das Gift macht. Das bedeutet vereinfacht formuliert: Je mehr Ecstasy konsumiert wird, desto wahrscheinlicher werden auch depressive Symptome.

Quelle:
Falck, R, F., Wang, J. & Carlson, R. G. (2008). Depressive symptomatology in young adults with a history of MDMA use a longitudinal analysis, Journal of Psychopharmacology, 22, 47-54. Abstract


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