Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Impfung gegen Kokainabhängigkeit

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2009 > impfung gegen kokainabhängigkeit

News-Archiv


Archiv Jahr 2009


09.10.2009

Impfung gegen Kokainabhängigkeit

Die Behandlung einer Drogenabhängigkeit ist meist ein langwieriges Unterfangen und nicht immer von Erfolg gekrönt. Wie praktisch wäre es doch, wenn eine einfache Impfung der Droge die Wirkung und dem Konsumierenden die Lust daran nehmen könnte. Wer würde schon eine Droge konsumieren, die nichts bewirkt. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat solch einen Impfstoff an einer Gruppe von Kokainabhängigen getestet - allerdings mit mäßigem Erfolg.

Die Wirkung des neuen Impfstoffs beruht darauf, dass sich Antikörper im Blut von Kokainabhängigen bilden. Das Immunsystem wird somit dazu gebracht, gegen die Droge vorzugehen. Normalerweise werden Kokainmoleküle vom Immunsystem nicht erkannt. Bridget Martell von der Yale School of Medicine und ihrem Forschungsteam ist es jedoch gelungen, Kokainmoleküle mit einem deaktivierten Cholerabakterium zu verbinden. Durch diesen Trick erkennt das Immunsystem den Eindringling und bildet Antikörper gegen den Fremdkörper. Diese docken schließlich an das Kokain an, das nun zu groß ist, um die Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Der Rausch bleibt aus. Soweit die Theorie.

Um die Wirkung in der Praxis zu testen, bekamen 115 Kokainabhängige entweder den Impfstoff oder ein wirkungsloses Placebo verabreicht. Über einen Zeitraum von 12 Wochen wurden Impfstoff oder Placebo je fünf Mal injiziert. Um zu überprüfen, ob die geimpften Personen tatsächlich weniger Kokain konsumieren, mussten sie 24 Wochen lang drei Mal pro Woche zum Urintest antreten.

Von den 58 Kokainabhängigen, die mit dem Impfstoff behandelt wurden, haben 38 Prozent Antikörper gegen Kokain entwickelt. Urintests bestätigten, dass diese Personen signifikant häufiger kein Kokain mehr konsumierten als die Vergleichsgruppe. Allerdings hielt die Wirkung der Impfung nur etwa zwei Monate an. Eine wirksame Behandlung würde somit mehrfache Impfungen im Abstand von etwa zwei Monaten erforderlich machen.

Trotz der eher bescheidenen Wirkung des neuen Impfstoffs hält das Wissenschaftlerteam den Ansatz der Impfung für vielversprechend. So werde weiter daran gearbeitet, die Wirksamkeit des Impfstoffs zu verbessern.

Quellen:
Pressemitteilung
Spiegel Online
Martell, B., Orson, F., Poling, J., Mitchel, E., Rossen, R., Gardner, T. & Kosten, T. (2009). Cocaine Vaccine for the Treatment of Cocaine Dependence in Methadone-Maintained Patients. Archives of General Psychiatry, 66 (10), 1116-1123. Abstract


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.