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Drugcom: Archiv: Alkohol in Filmen animiert zum Trinken

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News-Archiv


Archiv Jahr 2009


20.03.2009

Alkohol in Filmen animiert zum Trinken

Für das Tabakrauchen ist der Zusammenhang bereits gut erforscht. Filme, in denen gequalmt wird, fördern nachweislich das Rauchen. Niederländische Wissenschaftler konnten diesen Effekt experimentell auch für Alkohol belegen. Demnach verleiten „alkoholhaltige“ Spielfilme zu einem stärkeren Alkoholkonsum.

Gegenstand der Untersuchung waren die Spielfilme „American Pie 2“ und „40 Tage und 40 Nächte“, beides Teenager-Komödien. Was diese Filme für die Forschung so interessant macht ist die Tatsache, dass „American Pie 2“ sehr viele Szenen mit Alkohol beinhaltet, wohingegen „40 Tage und 40 Nächte“ beinahe alkoholfrei ist.

Um den Effekt beider Filme auf das Trinkverhalten des Publikums zu untersuchten, wurden 80 männliche Studenten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren dazu eingeladen sich die Hollywoodstreifen in entspannter Atmosphäre anzuschauen. Hierzu wurde das Untersuchungslabor zu einem gemütlichen Heimkino mit Sofa und großer Leinwand umgebaut. Die Studenten sollten sich so natürlich wie möglich verhalten und durften sich ohne Hemmungen bei den bereitgestellten Knabbersachen und Getränken bedienen. Sowohl Softdrinks als auch alkoholische Getränke in Form von Bier oder Wein standen zur freien Verfügung. Den Teilnehmern wurde lediglich vermittelt, dass es sich um einer Studie zum alltäglichen Fernsehkonsum handelt.

Die Studenten wurden in vier gleich große Gruppen aufgeteilt, von denen zwei den Film „American Pie 2“ und die anderen beiden Gruppen den „alkoholfreien“ Film schauten. Beide Filme beinhalteten zwei Werbeunterbrechungen, die entweder nur neutrale Spots oder auch Werbung für Alkohol zeigten.

Während des Filmschauens konsumierten die Studenten der Gruppe, die besonders viele Alkoholszenen zu sehen bekamen, doppelt so viel Alkohol wie die Gruppe mit den wenigsten Alkoholeinblendungen. Im Schnitt waren dies bei „American Pie 2“ plus Alkoholwerbung 3 alkoholische Getränke, bei „40 Tage und 40 Nächte“ mit neutralen Werbespots hingegen nur 1,5 Gläser Bier oder Wein.

Damit habe das Forschungsteam erstmals experimentell nachgewiesen, dass Alkohol in Spielfilmen einen unmittelbaren Einfluss auf das Trinkverhalten hat. Die Autoren der Studie erklären, dass es für Menschen typisch sei, bewusst oder unbewusst das Verhalten anderer Personen nachzuahmen. Dies gelte sowohl für das Betrachten realer Menschen als auch für Filmfiguren. Besonders, wenn die dargestellten Figuren als sympathisch wahrgenommen werden, würde unbewusst deren Verhalten imitiert.

Quelle:
Engels, R., Hermans, R., van Baaren, R., Hollenstein, T. & Bot, S. (2009). Alcohol Potrayal on Television Affects Actual Drinking Behaviour. Alcohol and Alcoholism, doi:10.1093/alcalc/agp003. Artikel


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