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Drugcom: Archiv: Mischkonsum von Energydrinks und Alkohol mindert kognitive Leistungsfähigkeit

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News-Archiv


Archiv Jahr 2009


21.08.2009

Mischkonsum von Energydrinks und Alkohol mindert kognitive Leistungsfähigkeit

Koffeinhaltige Energydrinks sind in der Partyszene recht beliebt. Als legales Stimulanzium soll es beispielsweise die betäubende Wirkung von Alkohol ausgleichen. Eine Studie aus Florida zeigt nun, dass der Mischkonsum von Alkohol und Energydrinks dennoch zu Beeinträchtigungen bei bestimmten Hirnleistungen führt.

Kim Curry und Michael Stasio von der Universität Tampa in Florida (USA) gingen der Frage nach, welche Auswirkungen der gleichzeitige Konsum von koffeinhaltigen Energydrinks und Alkohol auf die kognitive Leistungsfähigkeit hat. Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen beispielsweise das Gedächtnis, die Reaktionsfähigkeit oder das visuell-räumliche Vorstellungsvermögen. Sie fanden heraus, dass die Beeinträchtigungen, die durch den Alkoholkonsum verursacht werden, nicht durch Energydrinks ausgeglichen werden können. Im Gegenteil, in bestimmten Bereichen wurde die Leistungsfähigkeit sogar noch herabgesetzt.

Für die Untersuchung befragte das Forschungsteam 27 Studentinnen der Universität Tampa. Um den Einfluss der verschiedenen Getränketypen auf die Leistungsfähigkeit überprüfen zu können, wurde in der Eingangsuntersuchung zunächst das kognitive Leistungsvermögen der Teilnehmerinnen überprüft. Hierzu wurde ein Test verwendet, der das Kurz- und Langzeitgedächtnis, das visuell-räumliche Vorstellungsvermögen und die Aufmerksamkeit sowie das passive Sprachverständnis untersucht.

Nach der Eingangsuntersuchung wurden die Teilnehmerinnen in drei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe bekam einen reinen Energydrink. Teilnehmerinnen der zweiten Gruppe erhielten ein Mischgetränk aus Alkohol und verschiedenen stimulierenden Substanzen wie Koffein oder Taurin. Die dritte Gruppe erhielt ein Getränk, in dem weder stimulierende Substanzen noch Alkohol enthalten waren. Weder die Teilnehmerinnen noch die Untersuchungsleitung wussten, welche Teilnehmerin, welches Getränk zu trinken bekam. 30 Minuten nach dem die Frauen ausgetrunken hatten wurden sie erneut auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft.

Die Auswertung der Tests zeigte, dass es Leistungsunterschiede vor allem zwischen den Studentinnen gab, die einen Energydrink mit Alkohol tranken und denen, die weder Alkohol noch Stimulanzien im Getränk hatten. Erstere hatten in der zweiten Befragung deutlich schlechtere Werte als die Studentinnen, die nur Limonade getrunken hatten. Die schlechtere Leistung zeigte sich besonders in zwei Bereichen: Sowohl das visuell-räumliche Vorstellungsvermögen als auch die Sprachfähigkeit hat sich nach dem Konsum von Energydrinks mit Alkohol deutlich verschlechtert.

Wer Alkohol trinkt sollte sich durch den stimulierenden Effekt von Energydrinks also nicht täuschen lassen und sich womöglich noch an das Steuer eines Autos setzen. Abgesehen davon, dass der Promillegehalt sich nicht durch Energydrinks beeinflussen lässt, kann das koffeinhaltige Getränk nicht die Fahrtüchtigkeit wieder herstellen.
Leider wird aus der Untersuchung nicht deutlich, ob die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit aufgrund der Wechselwirkung zwischen Alkohol und den enthaltenen Stimulanzien beruht oder nur auf die Wirkung des Alkohols zurückzuführen ist. Um dies überprüfen zu können, hätte noch eine vierte Gruppe befragt werden müssen, die nur Alkohol ohne den Zusatz von Koffein oder Taurin zu trinken bekommen hätte.

Quelle:
Curry, K. & Stasio, M. J., (2009). The effects of energy drinks alone and with alcohol on neuropsychological functioning. Human Psychopharmacology: Clinical and Experimental 2009; 24: 473-481. Abstract

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