Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Online-Poker: Wer öfter gewinnt, verliert mehr Geld

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2010 > online-poker: wer öfter gewinnt, verliert mehr geld

News-Archiv


Archiv Jahr 2010


05.02.2010

Online-Poker: Wer öfter gewinnt, verliert mehr Geld

Was sich paradox anhört, sind die Ergebnisse einer amerikanischen Forschungsstudie, zu der 27 Millionen Partien beim Online-Poker ausgewertet wurden. Die Erklärung hierfür ist recht einfach: Die Ergebnisse zeigen, dass gewonnene Spielrunden meist nur geringe Erträge bringen. Gleichzeitig steigt mit längerer Spieldauer die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewinne durch herbe Verluste wieder aufgezehrt werden.

Besonders bei Poker-Anfängerinnen und Anfängern zeigte sich dieser Effekt besonders stark, so Kyle Siler, der Autor der Studie. Siler zufolge ist dieses Phänomen darauf zurückzuführen, dass viele Pokerspielerinnen und -spieler den bisherigen Spielverlauf verzerrt wahrnehmen. So behalten sie die häufig auftretenden kleinen Gewinne deutlich stärker im Bewusstsein als die seltenen, aber dafür größeren Verluste. Mit anderen Worten ausgedrückt, scheinen sie ein „zu positives Bild“ ihrer Spielbilanz zu haben, indem bisherige Gewinne überbewertet und Verluste verdrängt werden.

Siler steht mit seinen Ergebnissen nicht alleine da. Auch andere Studien zeigen, dass diese falsche Wahrnehmung unter Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Glücksspielen weit verbreitet sind. So zeigt eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dass Jugendliche und junge Erwachsene besonders häufig unrealistische Einschätzungen zu Glücksspielen haben. So tendieren sie beispielsweise dazu, den eigenen Einfluss auf den Spielverlauf zu überschätzen. Dies kann dazu führen, dass sie auch angesichts eines katastrophalen Zwischenergebnisses weiterspielen, in der Hoffnung, das Spiel wieder „zu drehen“ - dass dies in der Regel mit weiteren Verlusten verbunden ist, liegt auf der Hand.

Aufgrund der verschiedenen psychologischen Fallstricke, die mit dem Poker-Spiel verbunden sind, kommt Kyle Siler, Autor der oben genannten Studie, zu folgendem Schluss: „Der stärkste Gegner, den die meisten Spieler beim pokern haben, sind sie selbst.“

Quellen:
Siler, K. (2009). Social and Psychological Challenges of Poker. Journal of Gambling Studies. DOI: 10.1007/s10899-009-9168-2.
Pressemitteilung der Cornell University
Repräsentativbefragung der BZgA zur Verbreitung von Glücksspielsucht im Jahr 2009 [PDF, 790 KB]
Weitere Informationen & Selbsttest zum Glücksspielverhalten: Check dein Spiel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.