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Drugcom: Archiv: Rauchen macht depressiv

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News-Archiv


Archiv Jahr 2010


10.09.2010

Rauchen macht depressiv

Viele Raucherinnen und Raucher greifen zur Zigarette, um Frust abzubauen oder ihre Stimmung zu verbessern - häufig allerdings mit gegenteiliger Wirkung. So konnte eine Studie nun zeigen, dass Zigarettenkonsum unter Jugendlichen depressive Symptome verstärken kann.

In der Untersuchung, die an den Universitäten von Toronto und Montreal in Kanada durchgeführt wurde, wurden 662 Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse über einen Zeitraum von fünf Jahren zu verschiedenen Themen befragt. Um eine hohe Repräsentativität der Daten zu erreichen, wurden Schulen aus verschiedenen Regionen Kanadas ausgewählt.

Die Raucherinnen und Raucher unter ihnen wurden anhand ihrer Fragebogenangaben in zwei Gruppen eingeteilt: In der ersten Gruppe überwogen diejenigen, die Zigaretten zur Bewältigung von negativen Gefühlen (z. B. Stress, Niedergeschlagenheit) verwendeten. In der zweiten Gruppe waren diese Personen nur gering vertreten. Im Verlauf der Studie wurde darüber hinaus erhoben, wie stark die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter depressiven Verstimmungen litten.

Die Ergebnisse der Studie waren eindeutig. So bestand ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an Depressionen und der Neigung, negative Gefühle mit dem Rauchen abzumildern. Das bedeutet, dass gerade diejenigen, die ein erhöhtes Risiko für Depressionen aufwiesen, Zigaretten rauchen, um ihre Stimmung aufzuhellen.

Dies hatte offenbar jedoch eine gegenteilige Wirkung. So konnte unter diesen Befragten ein signifikanter Anstieg der depressiven Symptome festgestellt werden - und zwar mit Beginn des Zigarettenrauchens. Mit anderen Worten: Sie waren tendenziell glücklicher, bevor sie mit dem Rauchen anfingen.

Zudem hatten sie stärkere Probleme, depressive Symptome zu überwinden als Jugendliche, die nicht rauchten. So blieben ihre Punktwerte in den entsprechenden Skalen länger erhöht, als bei denjenigen, die niemals zum Glimmstängel griffen.

Die Studienergebnisse zeigen somit, dass Rauchen unter Jugendlichen gegensätzliche Effekte haben kann: Tabakkonsum scheint kurzfristig betrachtet negative Stimmungen abzumildern, sodass insbesondere Personen mit depressiver Symptomatik oft aus diesem Grund zur Zigarette greifen. Doch die gewünschte Erleichterung ist offenbar nur von kurzer Dauer. So überwiegen längerfristig die negativen Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden.

Quellen:
Pressemitteilung

Originalartikel:
Chaiton, M., Cohen, J., O’Loughlin, J. & Rehm, J. (2010). Use of cigarettes to improve affect and depressive symptoms in a longitudinal study of adolescents. Addictive Behaviors, doi:10.1016/j.addbeh.2010.07.002


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