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Drugcom: Archiv: Cannabiskonsum verändert Hirnstoffwechsel

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


12.08.2011

Cannabiskonsum verändert Hirnstoffwechsel

Dank moderner Untersuchungsmethoden können die Auswirkungen des Cannabiskonsums auf den Hirnstoffwechsel heutzutage direkt am Menschen untersucht werden. Wofür früher noch Versuchstiere herhalten mussten, wurden in einer aktuellen Studie „echte“ Kiffer herangezogen. Erstmals konnte am Menschen nachgewiesen werden, dass chronischer Cannabiskonsum die Zahl von Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn reduziert.

Die Hälfte eines Walnusskerns liegt auf einem weißen Untergrund

Bild: suze / photocase.com

Cannabinoid-Rezeptoren spielen bei der Entstehung des für den Cannabiskonsum typischen „High“-Gefühls eine besondere Rolle. Sie sind Teil bestimmter Nervenzellen im Gehirn und haben bei der Reizweiterleitung eine wichtige Funktion. Sie reagieren auf Cannabinoide, wobei zwischen körpereigenen Botenstoffen und dem im Cannabis enthaltenen Tetrahydrocannabinol (THC) unterschieden werden muss. Beim Konsum von Cannabis wird die Reizweiterleitung in diesen Nervenzellen mitunter so stark beeinflusst, dass neben den erwünschten psychoaktiven Effekten auch starke Störungen der Konzentrationsfähigkeit, des Gedächtnisses oder der Zeitwahrnehmung auftreten können.

Im Rahmen der am National Institute of Mental Health und am National Institute on Drug Abuse in den USA durchgeführten Studie sollte nun untersucht werden, welche Auswirkungen chronischer Cannabiskonsum auf die Cannabinoid-Rezeptoren hat. Hierbei wurden 30 starke Cannabiskonsumenten, die sich in einer geschlossenen stationären Einrichtung befanden, mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) untersucht. PET ist ein bildgebendes Untersuchungsverfahren, das detaillierte Einblicke in die Struktur und Funktionsweise des menschlichen Gehirns erlaubt. Verglichen wurden die Cannabiskonsumenten mit 28 anderen Probanden, die bisher noch gar nicht oder nur selten zum Joint gegriffen hatten.

Die Untersuchungsergebnisse waren eindeutig: So wiesen die starken Cannabiskonsumenten im Schnitt 20 Prozent weniger Cannabinoid-Rezeptoren auf als Mitglieder der Vergleichsgruppe. Ihr Cannabiskonsum hatte also deutliche Spuren im Gehirn hinterlassen. Darüber hinaus fanden die Forscherinnen und Forscher, dass die Zahl der Cannabinoid-Rezeptoren signifikant mit der Konsumerfahrung zusammenhing: Je länger die Konsumentinnen und Konsumenten kifften, desto weniger Cannabinoid-Rezeptoren konnten in ihrem Gehirn nachgewiesen werden.

Allerdings konnte im Rahmen der Studie auch gezeigt werden, dass sich die Auswirkungen des Konsums wieder abschwächten, wenn dieser eingestellt wurde. So zeigten zusätzliche Hirnuntersuchungen nach einem Monat, dass sich die Zahl der Cannabinoid-Rezeptoren bei ehemaligen Konsumenten wieder deutlich erholte. Cannabiskonsum, so die Ergebnisse der Studie, hat zwar deutliche Auswirkungen auf wichtige Hirnfunktionen - diese Schäden bilden sich jedoch bei längerer Konsumabstinenz wieder zurück.

Quellen:
Hirvonen, J., Goodwin, R., Li, C.-T., Terry, G., Zoghbi, S., Morse, C., Pike, V., Volkow, N., Huestis, M. & Innis, R. (2011). Reversible and regionally selective downregulation of brain cannabinoid CB1 receptors in chronic daily cannabis smokers. J Nucl Med, 52: 10. Zusammenfassung

Artikel auf ScienceDaily.com (13.06.2011)

2 Kommentare

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junky4life, 04. September 2011 23:19 Uhr
Nein Mr burns^^ ...
bist in Zukunft nicht mehr der Einzige der Auf diese Seite schaut...
Ich stimme dir voll und ganz zu ...
LEGALISIERUNG am besten schon gestern ...

Mr. Burns, 01. September 2011 08:32 Uhr
Die Überschrift "Cannabiskonsum verändert Hirnstoffwechsel" und dazu das Bild einer Walnuß als versinnbildlichung des vertrockneten, verschrumpelten Hirns des Cannabiskonsumenten. Sehr tendenziös.
Zur NIDA wäre zu sagen, dass diese stark mit der DEA / FDA verbandelt ist, und von letzteren ist bekannt, dass Sie durch starke Prohibitionsrethorik versucht, ihr Existenzrecht zu sichern und dabei gleich noch das Budget aufzustocken.
Dennoch: Auch hier kann nicht geleugnet werden, dass fast alle Folgen Reversibel sind. Es spricht also auch dieser Artikel für eine Legalisierung, da hierdurch Jugendschutz erst möglich würde.
Konsumiert wird sowieso.

P.S.: Bin ich der Einzige, der auf diese Seite schaut?

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