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Drugcom: Archiv: Einheitspackungen unter dem Ladentisch

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


16.09.2011

Einheitspackungen unter dem Ladentisch

Allen Warnhinweisen und Werbebeschränkungen zum Trotz greifen immer noch viele Raucherinnen und Raucher regelmäßig zur Kippe. Sie gefährden damit nicht nur ihre Gesundheit, sondern verursachen auch hohe Kosten in den Gesundheitssystemen. Einige Länder greifen daher zu drastischeren Mitteln. „Plain packaging“ ist das Stichwort, schlichte Verpackungen ohne Markenlogo. Auch der Verkauf unterm Ladentisch ist im Gespräch.
Weiße Zigarettenpackung ohne Logo auf hellgrauem Hintergrund

Bild: peepo / istockphoto.com

Im Kampf gegen die Nikotinsucht sind Werbeverbote und Warnhinweise in vielen Ländern mittlerweile üblich. In Australien und Neuseeland greifen die Regierungen nun zu drastischeren Mitteln, um das Rauchen einzudämmen.

In Australien setzt die Regierung auf einheitliche Verpackungen, so genannte „Plain packages“, um den Zigaretten ihr attraktives Äußeres zu nehmen. Das einzige Unterscheidungsmerkmal auf den Packungen soll allein der Name der Marke sein, der in einheitlicher Schriftart und -größe aufgedruckt wird. Dadurch sollen auch die gesetzlich vorgeschriebenen Warnhinweise stärker in den Vordergrund rücken. Hauptzielgruppe dieser Maßnahme sind junge Menschen, die hiermit besser vor den Werbemaßnahmen der Tabakindustrie geschützt werden sollen.

Nachweise für die Wirksamkeit von Einheitspackungen wurden kürzlich in einer Studie veröffentlicht. Die Analyse der Augenbewegungen in einer Stichprobe von jungen Erwachsenen zeigte auf, dass Warnhinweise deutlich öfter betrachtet wurden, wenn diese auf einheitlichen Verpackungen angebracht waren. Dies galt zumindest für die nicht oder gelegentlich rauchenden Personen der Studie. Bei täglichen Raucherinnen und Rauchern hatten Einheitspackungen hingegen keinen Effekt auf die Blickbewegungen.

Neuseeland geht noch einen Schritt weiter und verbannt Tabakprodukte vollständig aus der Öffentlichkeit. Ab Sommer 2012 dürfen Zigaretten und Co. generell nicht mehr sichtbar in Geschäften präsentiert werden. Sie dürfen nur noch auf direkte Nachfrage von Kundinnen und Kunden unter dem Ladentisch hervorgeholt werden. Unentschlossene Raucherinnen und Raucher sollen ihre Auswahl im Laden anhand einer einfachen Liste treffen, auf der lediglich die Marken und Preise sowie entsprechende Warnhinweise zu den gesundheitlichen Risiken aufgedruckt sind.

Auch in speziellen Tabakläden sowie Internetshops wird die Präsentation von Tabakprodukten dann untersagt sein. Und selbst der Name des Geschäfts darf nicht mehr auf die Verfügbarkeit von Tabakprodukten hinweisen. Von diesem Schritt verspricht sich die neuseeländische Regierung einen deutlichen Rückgang des Tabakkonsums - und damit auch eine deutliche Reduktion der Kosten für das Gesundheitssystem.

Auch innerhalb der EU werden die Einführung von einheitlichen Zigarettenpackungen, das Abdrucken von abschreckenden Bildern und weitergehende Einschränkungen beim Verkauf von Tabakprodukten im Rahmen der Überarbeitung der Tabak-Produkt-Richtlinie (2001/37/EG) zurzeit diskutiert.

Quellen:

1 Kommentar

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Mr. Burns, 04. Oktober 2011 11:36 Uhr
Zum Thema "Kosten für das Gesundheitssystem wäre allerdings zu sagen:
Von den 4,90 € für eine Schachtel Zigaretten sind
- 2,80 € Tabaksteuer und
- 0,78 € Mehrwertsteuer

Die Belastung des Gesundheitssystems würde also großzügig kompensiert, wenn die entsprechenden Steuereinnahmen Zweckgebunden wären.

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