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Drugcom: Archiv: Laufen statt Kiffen

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


18.03.2011

Laufen statt Kiffen

Ein Problem, mit dem Cannabisabhängige zu kämpfen haben, wenn sie mit dem Kiffen aufhören wollen, ist der starke Wunsch nach weiterem Konsum. Ein US-amerikanisches Forschungsteam hat nun in einer Pilotstudie herausgefunden, dass regelmäßige sportliche Ertüchtigung den Suchtdruck signifikant mindern kann - sogar bei Personen, die gar nicht aufhören wollen.

30 Minuten laufen pro Tag. Wer nicht gerade für die nächsten Olympischen Spiele trainiert, für den dürfte das nach einem ziemlich anstrengen Programm klingen. Folgt man den Ergebnissen einer Studie der Vanderbilt Universität, sind regelmäßige Laufeinheiten aber ein effektiver Weg, um den Suchtdruck bei Cannabisabhängigkeit zu mindern. Wer mit Kiffen aufhören will, könnte dem Verlangen nach Cannabis somit im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen.

Das Forschungsteam um Studienleiter Mac Buchowski schickte 12 Freiwillige insgesamt 10-mal innerhalb von 14 Tagen auf ein Laufband. Dort absolvierten sie ihr halbstündiges Laufpensum, wobei durch die Messung der Herzfrequenz darauf geachtet wurde, dass die Probandinnen und Probanden sich nicht zu sehr verausgabten. Kurz vor und nach der Trainingseinheit mussten sie zudem angeben, wie stark die Lust auf einen Joint gerade ist. In der Wissenschaft wird auch von Craving gesprochen, die Gier nach Konsum.

Die Forscherinnen und Forscher stellten fest, dass nicht nur das Craving abnahm, sondern auch der Konsum von zuvor 5,9 auf 2,8 Joints pro Tag zurückging. Das Bemerkenswerte an dem Ergebnis ist: Weder hatten die Probandinnen und Probanden vor, das Kiffen zu reduzieren noch wurden sie von dem Forschungsteam dazu angehalten.

Genau genommen hätten wohl auch schon fünf Laufsessions ausgereicht. „Die höchste Reduktion wurde bereits innerhalb der ersten Woche erzielt“, sagte Mit-Autor Peter Martin. Eine mögliche Erklärung sei, schreibt das Forschungsteam in seinem Fachartikel, dass sich die Stimmung durch das regelmäßige Trainieren verbessert und Depressionen und Angstgefühle gemindert werden, die wiederum mit Cannabiskonsum in Zusammenhang stehen.

Zwei Wochen nach der letzten Laufsession war der Konsum zwar wieder angestiegen, der Schnitt lag mit 4,1 Joints pro Tag aber noch unter dem Ausgangswert. Die Forscherinnen und Forscher geben jedoch zu bedenken, dass der Nachbefragungszeitraum eher kurz war und bei einem längeren Befragungsintervall noch mit einem weiter ansteigenden Konsum zu rechnen sei.

Dennoch sieht das Forschungsteam ihre Studie als Erfolg an, da hiermit erstmals gezeigt werden konnte, dass sportliche Betätigung das Craving bei Cannabisabhängigen mindern und den Konsum senken kann. Da die Probandinnen und Probanden nicht die Absicht hatten, weniger Cannabis zu rauchen, sei damit zu rechnen, dass die Konsumreduktion bei Personen, die explizit vor haben, weniger oder gar nicht mehr zu kiffen, noch größer ausfällt. Dies müsse allerdings durch eine größere Studie überprüft werden. Eine Inspiration könnte diese Studie aber schon jetzt für alle sein, die mit dem Kiffen aufhören wollen.

Quellen:

  • Buchowski, M., Meade, N., Charboneau, E., Park, S., Dietrich, M., Cowan, R. & Martin, P. (2011). Aerobic Exercise Training Reduces Cannabis Craving and Use in Non-Treatment Seeking Cannabis-Dependent Adults. PLoS ONE 6(3): e17465. doi:10.1371/journal.pone.0017465. Artikel
  • Pressemitteilung

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