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Drugcom: Archiv: Hirnveränderungen durch Ecstasy- und Speedkonsum

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


27.05.2011

Hirnveränderungen durch Ecstasy- und Speedkonsum

Stimulanzien wie Speed oder Ecstasy werden vor allem in der Partyszene konsumiert. Intensiver Konsum diese Substanzen könnte jedoch dauerhafte Hirnveränderungen nach sich ziehen. Darauf weisen die Ergebnisse einer Studie hin, die von einem deutschen Forschungsteam der Universität Köln und des Max-Planck-Instituts für neurologische Forschung durchgeführt wurde.

Graphische Darstellung von Neuronen mit teils aufleuchtenden Nervenbahnen

Bild: ktsimage / iStockphoto.com

Ziel der Studie war es, die Auswirkungen des Konsums von Amphetaminen und Ecstasy auf das Hirngewebe zu untersuchen. Hierzu wurden 62 Personen, die entweder Speed- oder Ecstasyerfahrung aufwiesen, mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) durchleuchtet. Dabei handelt es sich um ein diagnostisches Verfahren, mit dem Volumen und Struktur des menschlichen Gehirns genau im Bild dargestellt werden können.

Die Probandinnen und Probanden wurden nach der Stärke ihres Konsums in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe, die aus 20 Personen bestand, wies ausgiebige Konsumerfahrung auf. Das heißt, sie hatten in ihrem Leben insgesamt mindestens 100 Ecstasy-Pillen oder 50 Gramm Amphetamin konsumiert. Mitglieder der zweiten Gruppe hatten diese Substanzen nur maximal fünfmal probiert und wiesen somit eine vergleichsweise geringe Konsumerfahrung auf. Beide Gruppen wurden mit insgesamt 16 Personen verglichen, die keinerlei Erfahrung mit illegalen Drogen hatten. Abgesehen von ihrem Drogenkonsum waren alle drei Gruppen weitgehend miteinander vergleichbar.

Die Ergebnisse der MRT-Untersuchung zeigten, dass Versuchspersonen mit ausgiebiger Konsumerfahrung an bestimmten Stellen der vorderen Hirnrinde, dem so genannten präfrontalen Kortex, deutlich weniger graue Substanz aufwiesen als Mitglieder der beiden anderen Versuchsgruppen. Graue Substanz besteht hauptsächlich aus Nervenzellen und spielt daher im Gehirn eine zentrale Rolle. Keine Unterschiede zeigten sich dagegen zwischen den niedrig Konsumierenden und den Versuchspersonen ohne Drogenerfahrung.

Die beobachteten Schäden am präfrontalen Kortex haben womöglich auch konkrete Auswirkungen auf das alltägliche Leben. In ihrem Fachartikel weisen Daumann und sein Team daraufhin, dass der präfrontale Kortex eine besondere Rolle bei der Steuerung von Handlungen und in der Entscheidungsfindung spielt. Frühere Studien hätten bereits zeigen können, dass Konsumentinnen und Konsumenten in Labortests oftmals schlechtere Entscheidungen fällten als abstinente Personen. Zudem würden sie Probleme bei der Impulskontrolle haben: Konsumentinnen und Konsumenten reagieren impulsiver und haben deutlich stärkere Probleme, ihre unmittelbaren Wünsche zurückzustecken, auch wenn deren Erfüllung mit negativen Konsequenzen verbunden sind.

Die Studie gibt somit Hinweise darauf, dass häufiger Konsum von Speed oder Ecstasy Hirnstrukturen schädigt, die für geistige Funktionen besonders wichtig sind. Absolute Sicherheit geben die Ergebnisse jedoch nicht, weil nicht auszuschließen ist, dass diese strukturellen Unterschiede bereits schon vor dem ersten Konsum vorhanden waren.

Quelle:
Daumann, J., Koester, P., Becker, B., Wagner, D., Imperati, D., Gouzoulis-Mayfrank, E. & Tittgemeyer, M. (2011). Medial prefrontal gray matter volume reductions in users of amphetamine-type stimulants revealed by combined tract-based spatial statistics and voxel-based morphometry. NeuroImage, 54(2), 794-801. Zusammenfassung

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