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Drugcom: Archiv: Darum sterben Männer früher

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


28.01.2011

Darum sterben Männer früher

Eigentlich haben wir es doch alle schon gewusst. Männer leben einfach ungesünder als Frauen. Und damit ist nicht ihre Vorliebe für Risikosportarten und schnelle Autos gemeint. Nein, Zigaretten und Alkohol sind schuld, dass Männer meist früher ins Gras beißen als Frauen. Das hat ein britisches Forschungsteam auf der Grundlage von Daten zu Todesursachen aus 30 Europäischen Ländern ermittelt.

Mann steht im "Matrix"-Manier hinten über gekippt und trinkt aus einer Bierflasche

Bild: kallejipp / photocase.com

Ozzy Osbourne gilt als biologisches Wunder, weil er trotz Alkohol- und Drogenexzessen immer noch lebt. Ärzte hatten daher sogar eine DNA-Analyse des Rockmusikers vorgenommen, um herauszufinden, was ihn so widerstandsfähig macht. Denn den meisten Männern ist eine derart ruboste Konstitution offenbar nicht vergönnt.

Seit längerem gilt es als erwiesen, dass Frauen durchschnittlich betrachtet ein paar Jahre länger leben als Männer. Doch warum das so ist, darüber gab es bislang nur Spekulationen. Biologische Ursachen wurden vermutet. Auch die Tatsache, dass Frauen eher bereit sind, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen als Männer wurde als Ursache diskutiert.

Ein britisches Forschungsteam um Studienleiterin Kate Hunt ist einer anderen Spur gefolgt und hat die verfügbaren Daten zu den Todesursachen aus 30 Europäischen Ländern unter die Lupe genommen, mit besonderem Blick auf Todesfälle, in denen Alkohol oder Rauchen als Hauptursachen anzunehmen sind. Rauchen gilt bei Krebserkrankungen in den Atemwegsorganen sowie bei bestimmten Lungen-, Herz- und Gefäßerkrankungen als Hauptursache. Alkoholkonsum wird als Todesursache bei bestimmten Erkrankungen wie Leberzirrhose und Speiseröhrenkrebs sowie bei alkoholbedingten Unfällen als Todesursache gewertet. Einschränkend erwähnen die Autorinnen und Autoren des Fachartikels jedoch, dass manche Erkrankungen sowohl durch Alkohol als auch durch Rauchen mit verursacht werden, wie beispielsweise Speiseröhrenkrebs. Zudem ist bei den berücksichtigten Erkrankungen nie ganz auszuschließen, dass sie doch auf andere Ursachen als auf Alkohol und Rauchen zurückzuführen sind.

In allen untersuchten Ländern konnte das Team eine deutliche Kluft in der Lebenserwartung von Männern und Frauen finden. In Deutschland beispielsweise sterben je 100.000 Personen jedes Jahr 289 mehr Männer als Frauen. Europaweit lassen sich 40 bis 60 Prozent der längeren Lebenserwartung von Frauen darauf zurückführen, dass Männer seit einigen Jahrzehnten mehr Rauchen als Frauen. Der erhöhte Alkoholkonsum von Männern erklärt immerhin noch 10 bis 30 Prozent der Geschlechterunterschiede.

Zudem fand das Forschungsteam teils deutliche Unterschiede zwischen den Ländern. Vor allem in den Osteuropäischen Ländern haben Männer eine kürzere Lebenserwartung als Frauen. So kommen beispielsweise in der Ukraine auf 100.000 Personen 942 mehr Todesfälle bei Männern als bei Frauen, in Island sind es hingegen nur 188. Rauchen und Alkohol sind jedoch in allen Ländern für die Kluft zwischen den unterschiedlichen Lebenserwartungen von Männern und Frauen verantwortlich.

Gesundheitsbezogene Maßnahmen zur Reduzierung des Alkoholkonsums und des Rauchens wären daher nach Angaben der Autorinnen und Autoren geeignet Mittel, um die Geschlechterkluft in der Lebenswartung zu verringern. Das Forschungsteam räumt in ihrem Fachartikel aber auch ein, dass die Konsumgewohnheiten zum Teil fester kultureller Bestandteil sind, die von Alkohol- und der Zigarettenindustrie stark mitgeprägt wurden. Maßnahmen sollten daher nicht nur auf Verhaltensänderungen auf individueller Ebene abzielen.

Quellen:

  • Pressemitteilung
  • McCartney, G., Mahmood, L., Leyland, A. et al. (2011). Contribution of smoking-related and alcohol-related deaths to the gender gap in mortality: evidence from 30 European countries. Tobacco Control, doi:10.1136/tc.2010.037929. Artikel
  • Zeit Online
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