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Drugcom: Archiv: Ecstasy: Wirkung der Droge vermindert Erkennen von Emotionen

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News-Archiv


Archiv Jahr 2011


29.04.2011

Ecstasy: Wirkung der Droge vermindert Erkennen von Emotionen

Ecstasy wird nachgesagt, dass es unter anderem das Gefühl der Nähe zu anderen Menschen verstärkt. Werden Konsumierende durch Ecstasy tatsächlich „empathischer“? Dann müssten sie auch eher in der Lage sein, die Gefühle anderer Menschen zu erkennen. Um dies zu überprüfen führte ein US-amerikanisches Forschungsteam eine Doppelblind-Studie durch.

Frau schreit und sieht sich mit beiden Händen Wollmütze über die Augen

Bild: sommerkind / photocase.com

Um herauszufinden, ob eine Substanz tatsächlich eine spezifische Wirkung hat, werden diese in so genannten Doppelblind-Studien getestet. Dabei erhalten verschiedene Gruppen von Untersuchungspersonen entweder die zu testende oder eine andere Substanz. Die Studie wird als „doppelblind“ bezeichnet, wenn weder die teilnehmenden Personen noch die Untersuchungsleiter, die die Substanzen verabreichen, wissen, wer was kriegt.

Ecstasy Wirkung experimentell bestimmt

Der US-amerikanische Forscher Gillinder Bedi und sein Team führten dieses Studiendesign durch, um die Wirkung von Ecstasy auf die Emotionen zu erforschen, bzw. um herauszufinden, ob Ecstasy tatsächlich das Empathievermögen verstärkt. Sie verabreichten 21 Freiwilligen entweder MDMA (Ecstasy), Methamphetamin oder ein Placebo ohne Wirkstoff jeweils in Form einer Pille. Anschließend führte das Forschungsteam Tests zur Erkennung von Emotionen durch. Auf einem Bildschirm wurden Fotos mit Gesichtern von professionellen Schauspielern präsentiert. Die Probanden mussten jeweils beurteilen, ob das Gesicht einen traurigen, wütenden, glücklichen oder ängstlichen Ausdruck hatte.

Die Ergebnisse zeigten keine bedeutsamen Unterschiede bei der Erkennung von traurigen, wütenden oder glücklichen Gesichtsausdrücken. Jedoch hatten Untersuchungspersonen unter dem Einfluss von Ecstasy Schwierigkeiten, ängstliche Gesichtsausdrücke richtig zu deuten. Im Vergleich zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die, ein Placebo erhielten, machten sie signifikant mehr Fehler.

Das Forschungsteam kommt aufgrund ihrer Ergebnisse zu dem Schluss, dass eine Wirkung von Ecstasy der negative Einfluss der Droge auf soziale Kognitionen ist, indem Ecstasy die Wahrnehmung der Emotionen von anderen Menschen einschränkt. Das Gefühl der Nähe und die verstärkte Zuwendung zu anderen Menschen werde möglicherweise dadurch erst verstärkt, dass die Wahrnehmung von negativen Emotionen vermindert ist, vermutet das Forschungsteam.

Allerdings ist die Wahrnehmung der Befindlichkeit anderer Menschen nicht nur unter dem akuten Einfluss von Ecstasy beeinträchtigt. Auch der Konsum anderer Drogen hat erwiesenermaßen langfristige negative Auswirkungen auf die Fähigkeit, die Emotionen anderer Menschen zu registrieren und richtig zu beurteilen, wie eine frühere Studie nahelegt - und zwar selbst dann, wenn der letzte Konsum bereits länger zurück liegt.

Quelle:
Bedi, G., Hyman, D., de Wit, H. (2010). Is Ecstasy an “Empathogen”? Effects of 3,4-Methylenedioxymethamphetamine on Prosocial Feelings and Identification of Emotional States in Others. Biological Psychiatry, 68:1134-1140. Zusammenfassung


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