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Drugcom: Archiv: Erhöhtes Risiko für Hodenkrebs bei Cannabiskonsum

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News-Archiv


Archiv Jahr 2012


02.11.2012

Erhöhtes Risiko für Hodenkrebs bei Cannabiskonsum

Seit Jahrzehnten steigt das Risiko für Hodenkrebs. Die Ursachen sind noch weitestgehend unbekannt. Cannabiskonsum steht im Verdacht, ein Risikofaktor zu sein. In einer US-amerikanischen Studie konnte der Verdacht erhärtet werden.

Mann in Anzug hält seine Hände schützend vor seine Genitalien

Bild: BunnyHollywood / istockphoto.com

Hodenkrebs ist eine seltene Tumorerkrankung. In der Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen ist Hodenkrebs nach Angaben des Robert-Koch-Instituts allerdings der häufigste bösartige Tumor. Seit einigen Jahrzehnten wird ein kontinuierlicher Anstieg der Hodenkrebsfälle beobachtet. Bislang ist jedoch wenig bekannt über mögliche Ursachen.

Etwa im gleichen Zeitraum ist auch der Cannabiskonsum gestiegen. Inzwischen ist bekannt, dass Cannabis Auswirkungen auf das Hormonsystem und die Spermaqualität hat. Die US-amerikanische Forscherin Victoria Cortessis und ihr Team vermuten daher, dass es einen Zusammenhang zwischen beiden Entwicklungen gibt.

Zur Überprüfung ihrer Hypothese hat das Team eine Fall-Kontroll-Studie durchgeführt. 163 Männer, die im Raum Los Angeles zwischen 1986 und 1991 an Hodenkrebs erkrankten, wurden in die Studie einbezogen. Als Kontrollgruppe dienten 292 Männer, die nicht an Hodenkrebs erkrankt waren, aber hinsichtlich Alter, ethnischer Herkunft und Wohnort vergleichbar waren mit den Hodenkrebspatienten.

Doppelt so hohes Risiko für Hodenkrebs

Die statistische Analyse offenbarte, dass Cannabiskonsumenten verglichen mit Nie-Konsumenten ein 2-fach erhöhtes Risiko für eine Hodenkrebserkrankung haben. Die Forscherinnen und Forscher schreiben in ihrem Fachartikel, dass sie nicht wissen, welcher Mechanismus hierfür verantwortlich ist. Sie vermuten allerdings, dass das Endocannabinoid-System daran beteiligt ist. So sei bekannt, dass Endocannabinoide eine wichtige Rolle bei der Bildung von Spermien spielen.

Wie bereits in einer früheren Studie sich zeigte, ist das erhöhte Risiko auf eine spezielle Unterform von Hodenkrebs beschränkt, die als Non-Seminom bezeichnet wird. Non-Seminome sind besonders schnell sich entwickelnde aggressive Typen von Hodenkrebs, die meist schon im Alter zwischen 20 und 35 Jahren auftreten. Bei etwa 40 Prozent aller Hodenkrebsfälle werden Non-Seminome diagnostiziert.

Die Heilungschancen bei Hodenkrebs werden als gut eingeschätzt. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft werden über 90 Prozent der erkrankten Männer wieder gesund. Das gilt vor allem dann, wenn Hodenkrebs im Frühstadium behandelt wird.

Quelle:

  • Pressemitteilung USC (11.09.2012)
  • Lacson, J. C. A., Carroll, J. D., Tuazon, E., Castelao, E. J., Bernstein, L. & Cortessis, V. (2012). Population-Based Case-Control Study of Recreational Drug Use and Testis Cancer Risk Confirms an Association Between Marijuana Use and Nonseminoma Risk. Cancer, 118, 5374-5383.
1 Kommentar

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Mr. Burns, 17. November 2012 20:13 Uhr
Interessanterweise findet man bei der Google-Suche "Cannabis Cancer" überwiegend wissenschaftliche Seiten, auf denen UMFASSENDE Studien eine positive Wirkung von Cannabis bei diversen Krebsarten BELEGEN.

Die hier angeführte Studie ist im Vergleich wenig umfassend und somit auch wenig aussagekräftig. Es wird vermutet.

Das ist ganz armseliger, imho politisch motivierter "Journalismus".

Ein klares Daumen runter.

Natürlich ist Cannabis mit vorsicht zu genießen. Aber wie sollen glaubhaft Risiken vermittelt werden, wenn hier ARgumente ala "Masturbieren macht blind" in den Raum gesch****n werden.

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