Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Macht Kiffen depressiv?

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2012 > macht kiffen depressiv?

News-Archiv


Archiv Jahr 2012


08.06.2012

Macht Kiffen depressiv?

Das Gehirn Jugendlicher ist in einer wichtigen Umbauphase und vieles deutet darauf hin, dass Jugendliche sich einem höheren gesundheitlichen Risiko aussetzen, wenn sie kiffen, als wenn Erwachsene dies tun. US-amerikanische Forscher haben nun untersucht, ob ein früher Einstieg in das Kiffen auch das Risiko für die Entwicklung einer Depression erhöht.

Junge Frau lehnt mit Rücken an einen Baum, im Hintergrund ist verschwommen Wald zu sehen

Bild: Flügelfrei / photocase.com

Studien zufolge scheint Cannabis Veränderungen im Gehirn Jugendlicher verursachen zu können. Die Folge sind kognitive Nachteile wie geringere Gedächtnisleistungen. Das Kiffen steht zudem im Verdacht, das Risiko für Depressionen bei Jugendlichen zu erhöhen.

Um diese Vermutung zu überprüfen, haben die US-Wissenschaftler Brian Fairman und James Anthony die Daten einer groß angelegten Repräsentativstudie analysiert. Darin enthalten waren Angaben von mehr als 170.000 erwachsenen US-Bürgerinnen und -Bürgern aus den Jahren 2005 bis 2009. Neben dem Cannabiskonsum gingen einen Vielzahl weiterer Faktoren in die Analysen mit ein, die den Zusammenhang von Depression und Cannabiskonsum beeinflussen könnten, beispielsweise das Bildungsniveau, den Familienstatus oder den Konsum anderer Drogen.

Einstiegsalter nicht relevant

Die umfangreiche Rechnerei hat schließlich bestätigt: Personen, die mit 17 Jahren oder noch früher in das Kiffen eingestiegen sind, hatten verglichen mit abstinenten Personen ein um 70 Prozent erhöhtes Risiko im Erwachsenenalter, eine depressive Phase zu durchleben. Entgegen den Erwartungen war das Risiko für längere Stimmungstiefs allerdings bei einem späteren Einstieg fast genauso hoch. Das Einstiegsalter war also kein bedeutsamer Faktor für die Entstehung einer Depression. Vielmehr lautete das Hauptergebnis: Für alle Kiffer war das Risiko einer Depression gegenüber abstinenten Personen erhöht.

Aufgrund ihrer Ergebnisse gehen Fairman und Anthony davon aus, dass der Zusammenhang zwischen Depression und Cannabiskonsum nicht durch einen direkten Einfluss von Cannabis entsteht. Laut den Wissenschaftlern könnten bei dem Zusammenspiel von Cannabis und Depression andere psychosoziale Faktoren eine wichtige Rolle spielen, die sowohl die Depression als auch den Cannabiskonsum bedingen.

In ihrem Fachartikel müssen die Autoren jedoch zugeben, dass sie trotz des Einbezugs vieler Variablen keinen Hinweis darauf finden konnten, was letztlich für das Depressionsrisiko verantwortlich zeichnet. Denkbar sei, dass eine genetische Veranlagung das Risiko erhöht, durch das Kiffen depressiv zu werden. Hinweise hierauf gibt es bereits, weitere Studien seien aber notwendig, um den Einfluss der Gene genauer bestimmen zu können.

Quelle:
Fairman, B. J. & Anthony, J. C. (2012). Are early-onset cannabis smokers at an increased risk of depression spells? Journal of Affective Disorders, 138 (1), 54-62.

3 Kommentare

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.

Flo222016, 04. März 2016 23:17 Uhr
Das Risiko für eine Depression wird um 70% erhöht. 70% hört sich nach viel an ist es aber nicht. Es ist ja nicht so, dass man wenn man gekifft hat mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% depressiv wird. Den es wird ja nur das bisherig bestehende Risiko um 70 Prozent erhöht, also wenn man beispielsweise ohne Kiffen ein Risiko von 20% hat(etwas weniger als jeder fünfte erkrankt irgendwann in seinem Leben an einer Depression), hat man mit Kiffen ein Risiko von 34 % Depressiv zuwerden.
Wie hoch die Wahrscheinlichkeit tatsächlich ist, hängt sicher auch noch davon ab wie regelmäßig man gekifft hat, und ob Depressionen in der Familie schon vorkamen oder nicht
Zahlen zu verwenden die sich schlimmer anhören als es tatsächlich ist, ist eins der Propagandamittel wie in einem vorherigem Kommentar schon erwähnt.
In diesem Artikel steht leider auch nicht welche Konsummuster die befragten Personen hatten.
Leider ist bisher ziemlich wenig bewiesen was Cannabis angeht, es wird also auch deshalb Zeit zur Legalisierung damit Konsumenten, Ärzte und Studien die Möglichkeit erhalten ehrlich mit dem Thema umzugehen.

imba, 29. Januar 2014 23:33 Uhr
Ein chemischer Bestandteil von Marihuana wirkt ähnlich wie ein Antidepressivum.
Die alte Hippie-Weisheit „Am Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund“ hat jetzt wissenschaftlich Bestätigung gefunden. Ein Forscher der kanadischen University of Sasketchewan fand jetzt heraus, dass ein Wirkstoff des Marihuanas wie ein Antidepressivum wirkt. Unter Einfluss der Droge zeigten sich Versuchsratten weniger ängstlich und niedergeschlagen als die nüchterne Kontrollgruppe.

Die gute Stimmung entsteht offenbar dadurch, dass der Cannabis-Wirkstoff im Gehirn neue Zellen wachsen lässt – im Gegensatz zu anderen Drogen: Alkohol, Nikotin oder Kokain hemmen das Wachstum der Zellen im Hippokampus. Dieses Gehirnareal ist zuständigfür Lernen und Gedächtnis, aber auch für Ängste und Depressionen. Alle Säugetiere bilden hier ständig neue Zellen – auch ohne äußere Stimulation.

Mit dem synthetische Cannabinoid HU210, das dem natürlichen Marihuana-Wirkstoff entspricht, konnte das kanadische Forscherteam um Xia Zhang bei den Versuchstieren die Bildung von Nervenzellen um rund 40 Prozent erhöhen. Sie verabreichten die Droge allerdings zweimal täglich in hoher Dosierung für die Dauer von zehn Tagen. Die gut gelaunten Ratten waren daher vermutlich die ganze Zeit reichlich benebelt.

Der Wissenschaftler betont deshalb auch, dass sein Studienergebnis noch keinerlei Schluss auf einen möglichen Einsatz der Cannabis-Chemikalie für Menschen mit Depressionen zulässt.

Quelle: New Scientist, BBC News

Mr. Burns, 08. Juni 2012 11:22 Uhr
Cannabiskonsumenten (denn man nennt ja auch nicht jeden Alkoholkonsumenten Säufer) setzen sich oft mit deprimierenden Themen auseinander, z. B. der unsinnigen Rechtslage bzgl. Cannabis auf der ganzen Welt und dem unverhältnismäßig harten Vorgehen der Staatsorgane gegen die überwiegende Zahl von Konsumenten ohne problematische Konsummuster.

Hierdurch erfolgt oft auch eine Sensibilisierung für andere Problematiken, und sei es nur die lächerliche politische "Kultur", die man sich in DE z.B. auf dem TV-Sender Phoenix zu Gemüte führen kann.

Wenn man angesichts der Tatsache, dass auf der einen Seite Schwätzer den Gang der Dinge bestimmen und auf der anderen Seite das Stimmvieh seine Informationen aus der BILD bezieht positiv gestimmt bleibt, dann muss man schon sehr gefestigt sein.

Gekröhnt von einer immerwährenden Anticannabispropaganda auf NS-Niveau kann man da schonmal depressiv werden. Aber in diesen Fällen hilft oft Abschalten und einen Spliff rauchen.

Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.