Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Cannabis nur noch für Einheimische

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2012 > cannabis nur noch für einheimische

News-Archiv


Archiv Jahr 2012


18.05.2012

Cannabis nur noch für Einheimische

In einigen Teilen der Niederlande ist Anfang Mai ein Gesetz in Kraft getreten, das Coffeeshops untersagt, Cannabis an Ausländer zu verkaufen. Coffeeshop-Betreiber protestieren. Für viele Ausländer ist es das Ende einer Ära.

Fensterfront mit Aufschrift "Coffee Shop Old Amsterdam"

Bild: blueclue / istockphoto.com

Jahrzehntelang waren die Niederlande das Paradies für alle deutschen Kiffer, die bequem und ohne Ärger mit der Polizei Cannabis kaufen und konsumieren wollten. Hiermit ist nun zumindest in den Provinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg Schluss. Seit Anfang Mai dürfen Coffeeshops in diesen Regionen Cannabis nur noch gegen Vorlagen eines „Cannabis-Ausweises“ verkaufen. Den erhalten nur in den Niederlanden gemeldete volljährige Personen. Bis zu 2.000 solcher Ausweise darf ein Coffeeshop ausgeben.

Ende April hat ein Gericht in Den Haag diese Regelung bestätigt und die Klage von Coffeeshop-Betreibern abgewiesen. Im nächsten Jahr soll das Gesetz landesweit, also auch im „Kiffer-Mekka“ Amsterdam eingeführt werden. Betroffen sind nicht nur Kiffer aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich und Belgien. Für viele Cannabiskonsumierenden dürfte es das Ende einer Ära sein.

Das Verkaufsverbot an Ausländer ist jedoch nicht neu. So wies die Stadt Maastricht schon im Jahr 2005 die ansässigen Coffeshop-Betreiber an, kein Cannabis mehr an Ausländer zu verkaufen. Der Hintergrund: Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von den Folgen des Drogentourismus belästigt. Hierzu gehören Verkehrsstaus in den betroffenen Städten, Vandalismus oder das Drogendealen auf offener Straße. Zudem gibt es die Hoffnung, hierdurch die Produktion und den Großhandel von Cannabis einzudämmen - beide sind ohnehin illegal.

Gegner des neuen Gesetzes sind die Betreiber der Coffeeshops, denn sie sehen sich um einen großen Teil ihrer Einnahmen gebracht. Schließlich machten ausländische Kunden allein in den Maastrichter Coffeeshops rund 70 Prozent des Umsatzes aus. Einige Betreiber wollen das Verbot deswegen gar nicht erst beachten und gegen das zugrundeliegende Urteil Einspruch erheben. Zudem wird mit erheblichen Nachteilen für den Tourismus gerechnet. So warnt Amsterdams Bürgermeister, es müsse ein Kompromiss gefunden werden.

Der Kauf und Besitz von Cannabis war in den Niederlanden übrigens schon immer illegal. Um die Polizei zu entlasten und Konsumentinnen und Konsumenten zu entkriminalisieren, wird der Verkauf von kleinen Mengen in Coffeeshops aber geduldet.

Quellen:

1 Kommentar

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.

Mr. Burns, 18. Mai 2012 09:17 Uhr, geändert 29. Mai 2012 12:25 Uhr
Interessant ist auch, dass nur wenige Niederländische Cannabiskonsumenten bereit sind, sich zu registrieren. Diese werden laut eigener Aussage auf Eigenanbau oder den Straßenhandel umschwenken. Der Straßenhandel hat in den betroffenen Regionen jetzt bereits massiv zugenommen. Die durch die Coffeeshops angestrebte Trennung der Drogenmärkte wird defacto rückgängig gemacht.

Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.