Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Rauchen deutlich schädlicher als Kiffen

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2012 > rauchen deutlich schädlicher als kiffen

News-Archiv


Archiv Jahr 2012


27.01.2012

Rauchen deutlich schädlicher als Kiffen

Jahrelanges Zigarettenrauchen geht auf die Lunge. Das ist bekannt. Welche Auswirkungen das Kiffen, also das Rauchen von Haschisch oder Marihuana, auf die Lunge hat, war bislang jedoch nicht eindeutig geklärt. In einer aktuellen Studie wurden die langfristigen Auswirkungen von Tabak und Cannabis auf die Lungenfunktion untersucht - mit einem unerwarteten Ergebnis.

Junger Mann steht vor blauem Himmel und tut so, als würde er eine Wolke wegpusten

Bild: kallejipp / photocase.com

Der Rauch von Cannabis und Tabak enthält zum Teil die gleichen Schadstoffe, wenn er inhaliert wird. Daher ist es naheliegend anzunehmen, dass sich beide Substanzen ähnlich schädlich auf die Lunge auswirken. In einer aktuellen Studie konnte diese Hypothese jedoch nicht bestätigt werden.

„Ich war überrascht“, gab der Forscher Mark Pletcher in einem Interview unumwunden zu. Es wäre sicherlich einfacher für ihn, erklärte er, die Ergebnisse zu vermitteln, wenn es einen deutlich negativen Effekt für Cannabis gegeben hätte. Doch den haben er und sein Team nicht gefunden. Pletcher und sein Forschungsteam haben die Daten einer Längsschnittstudie ausgewertet, an der 5.115 Männer und Frauen teilnahmen.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurde die Lungenfunktion der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untersucht. Die Messungen erfolgten zu Beginn der Studie sowie nach 2, 5, 10 und 20 Jahren. Dabei wurde sowohl das Lungenvolumen gemessen als auch die Geschwindigkeit ermittelt, mit der die Luft ausgeblasen werden kann.

Das Forschungsteam hat untersucht, wie sich die Lungenfunktion in Abhängigkeit vom Tabak- oder Cannabisrauchen verändert. Erwartungsgemäß zeigte sich für das Zigarettenrauchen, dass die Lunge nach einigen Jahren deutlich an Kapazität verliert. Den Raucherinnen und Raucher ging im wortwörtlichen Sinne die Puste aus.

Nichtlinearer Verlauf bei Kiffern

Bei den Kiffern sind die Ergebnisse hingegen differenziert zu sehen. Zum Erstaunen des Forschungsteams nahm die Lungenkapazität bei moderatem Kiffen sogar in den ersten Jahren leicht zu. Die Zunahme war zwar signifikant, betrug aber nur wenige Milliliter und dürfte daher kaum zu spüren sein. Erst bei starkem Cannabiskonsum war nach 10 Joint-Jahren eine Verschlechterung der Lungenkapazität im Vergleich zum Ausgangswert festzustellen. Ein Joint-Jahr bedeutete den Konsum von einem Joint pro Tag in einem Jahr.

Ist Kiffen gut für die Lunge?

In einem Videointerview sagt Stefan Kertesz, Mitautor der Studie: „Es wäre völlig falsch, wenn man sich die Studie anschaut und sagt: ‚Whow, wenn ich Marijuana rauche, verbessere ich meine Lungenfunktion‘.“ Die leichte Verbesserung der Lungenkapazität sei vermutlich eher darauf zurückzuführen, dass Kiffer das starke Ein- und Ausatmen trainieren, wenn sie Cannabis rauchen. Auf lange Sicht und bei starkem Konsum könne die Lungenkapazität jedoch abnehmen. Auch sei zu bedenken, dass die Studie nur zwei Funktionsparameter untersucht hat. Es gäbe noch andere Lungenerkrankungen, die besonders bei langjährigem Kiffen drohen.

Der nicht-lineare Verlauf der Lungenfunktion - also die zunächst ansteigende, dann wieder abfallende Kurve - würde auch erklären, warum frühere Studien zu unklaren oder widersprüchlichen Ergebnisse gelangt sind. Denn diese Studien hätten in der Regel einen kürzeren Zeitraum und weniger Messzeitpunkte berücksichtigt.

Quellen:

1 Kommentar

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.

Mr. Burns, 30. Januar 2012 11:15 Uhr
Nanu! Von der Studie hatte ich zwar schon im Dezember gelesen, aber da sie nun auch auf deutsch ausgewertet wurde frage ich mich:
Weiß Fr. Dyckmanns das auch? Die argumentiert nämlich immer absolut konträr hierzu.
Naja ist ja auch Richterin und keine Wissenschaftlerin/Expertin...

Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.