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Drugcom: Archiv: Alkohol in Spielfilmen fördert Rauschtrinken

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News-Archiv


Archiv Jahr 2013


03.05.2013

Alkohol in Spielfilmen fördert Rauschtrinken

In vielen Spielfilmen wird Alkohol getrunken, manchmal auch gesoffen. Eine aktuelle Studie weist darauf hin, dass dies zu Nachahmungseffekten bei Jugendlichen führen könnte.

Martini-Glas mit Olive und Cocktail-Shaker im Hintergrund

"Geschüttelt, nicht gerührt"
Bild: alaincouillaud / istockphoto.com

James Bond trinkt neuerdings Bier. Lange Zeit galt der Spruch „geschüttelt, nicht gerührt“ als Markenzeichen von 007. Im letzten Bond-Film „Skyfall“ ist der legendäre Wodka-Martini jedoch durch schnödes Bier ersetzt worden. Eine weltweit bekannte Bierbrauerei soll für das Product-Placement verantwortlich sein und entsprechend für Empörung unter den Bond-Fans gesorgt haben.

Alkohol-Marketing in Spielfilmen

Nicht zuletzt am Product-Placement ist zu erkennen, welche Bedeutung Spielfilme für die Marketing-Abteilungen der großen Konzerne haben. Als Product-Placement wird die gezielte Verwendung von Markenprodukten in Medien wie Spielfilmen oder dem Fernsehen bezeichnet. Es sind aber nicht nur Erwachsene, sondern auch oder vor allem Jugendliche, die sich Spielfilme im Kino oder auf DVD anschauen und zwangsläufig mit dem Alkoholkonsum ihrer Leinwandidole konfrontiert werden. Gibt es womöglich einen Zusammenhang zwischen dem Rauschtrinken Jugendlicher und „alkoholhaltigen“ Szenen in Filmen?

Diese Frage wurde im Rahmen einer groß angelegten europäischen Studie untersucht. Über 16.000 Schülerinnen und Schüler, die zum Zeitpunkt der Befragung im Schnitt 13,4 Jahre alt waren, haben daran teilgenommen. Die Befragung fand in Deutschland, Island, Italien, Polen, Schottland und den Niederlanden statt. Die Jugendlichen gaben Auskunft über ihr Trinkverhalten und mussten angeben, welche Filme sie gesehen haben.

Das Forschungsteam hatte hierzu für jeden der Teilnehmenden eine zufällige Liste aus 50 Spielfilmen zusammengestellt, die zu den erfolgreichsten Leinwandhits der vergangenen Jahre gehörten. Im Vorfeld wurden insgesamt 250 Spielfilme gesichtet und jeweils notiert, in wie vielen Szenen des Films Alkohol getrunken wird. So konnte ermittelt werden, wie viele dieser Szenen ein Jugendlicher gesehen hat.

Risikofaktor Spielfilm

Die Ergebnisse machen deutlich: Je mehr Spielfilmszenen ein Jugendlicher gesehen hatte, in denen Alkohol getrunken wird, desto häufiger hat dieser junge Mensch Rauschtrinken in der letzten Zeit betrieben, also fünf oder mehr Gläser Alkohol bei einer Gelegenheit getrunken. Dieser Zusammenhang ließ sich in allen Ländern nachweisen.

Zwar könne mit der Studie nicht belegt werden, dass Filme tatsächlich zum Rauschtrinken animieren. Aus Sicht des Forschungsteam sei es aber plausibel, zumal sich dieser Zusammenhang unabhängig von kulturellen Unterschieden nachweisen ließ. Denn Preis, Verfügbarkeit und der allgemeine Umgang mit Alkohol unterscheiden sich in den Ländern zum Teil erheblich. Beispielsweise sei es in Italien üblich, zum Essen Alkohol zu trinken, während dies in Island eher untypisch sei.

Das Forschungsteam schlussfolgert, dass Spielfilme, in denen Alkohol getrunken wird, ein kulturell unabhängiger Risikofaktor sind und somit das Rauschtrinken unter Jugendlichen fördern. Allerdings seien noch weitere Längsschnittstudien notwendig, um diesen Verdacht zu erhärten.

Quelle:
Hanewinkel, R., Sargent, J. D., Poelen, E. A. P., Scholte, R., Florek, E., Sweeting, H., Hunt, K., Karlsdottir, S., Hrafn Jonsson, S. & Mathis, F. (2012). Alcohol Consumption in Movies and Adolescent Binge Drinking in 6 European Countries. Pediatrics, doi: 10.1542/peds.2011-2809.

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