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Drugcom: Archiv: Cannabis dämpft Motivationssystem im Gehirn

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News-Archiv


Archiv Jahr 2013


09.08.2013

Cannabis dämpft Motivationssystem im Gehirn

„Cannabis macht gleichgültig. Ist mir doch egal!“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Auch wenn die Ausbildung eines Amotivationssyndroms als umstritten gilt, auffällig ist, dass Cannabisabhängige oftmals antriebslos wirken und viele Dinge des Alltags nicht mehr „auf die Reihe kriegen“. Ein Forschungsteam hat herausgefunden, dass eine verminderte Dopamin-Produktion im Gehirn dafür verantwortlich sein könnte.

Person mit Kapuzenpulli lehnt an Zaun und schaut weg

Bild: andrearoad / istockphoto.com

Eigentlich hatten Studienleiter Michael Bloomfield und sein Team ganz andere Ergebnisse erwartet. Das Team vom Imperial College London verglich 19 Cannabiskonsumierende mit 19 abstinenten Personen gleichen Alters. Von den beteiligten Kiffern war bekannt, dass sie psychotische Symptome unter dem Einfluss von Cannabis entwickeln. Das Team wollte die Annahme überprüfen, ob Cannabis zu einer erhöhten Dopaminausschüttung führt. Denn es sei bekannt, dass Psychosen mit einer erhöhten Dopaminproduktion in Zusammenhang stehen.

In der Studie wurde ein so genannter PET-Scanner eingesetzt. Das ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Produktion von Neurotransmittern im Gehirn gemessen werden kann. Allerdings kam genau das Gegenteil von dem heraus, was erwartet wurde: Das Gehirn von Cannabiskonsumierenden produzierte weniger Dopamin als das abstinenter Personen.

„Diese Ergebnisse waren nicht das, was wir erwartet hatten“, gab Michael Bloomfield zu. Einen Hinweis darauf, warum es bei Cannabiskonsumierenden zu psychotischen Symptomen kommen kann, lasse sich daraus nicht ableiten. Es zeigte sich hingegen ein Trend dafür, dass der Dopaminlevel im Gehirn geringer war, je früher die Kiffer in den Konsum eingestiegen waren und je stärker der aktuelle Konsum war.

„Abgestumpft“ durch Cannabiskonsum?

Das Dopaminsystem werde normalerweise durch Drogen angeregt. Das Forschungsteam vermutet daher, dass es sich bei dem niedrigen Dopaminlevel um eine Art Abstumpfungsreaktion handelt. Dies sei auch von anderen Drogen wie Kokain oder Amphetamin bekannt.

Dopamin zählt zu den anregenden Neurotransmittern. Dopaminmangel wird hingegen mit Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit in Zusammenhang gebracht. Der niedrige Dopaminpegel im Gehirn Cannabiskonsumierender könne eine Erklärung dafür sein, warum Cannabisabhängige oftmals eine gewisse Gleichgültigkeit an den Tag legen und in der Folge häufiger schlechtere Bildungsabschlüsse als abstinente Personen aufweisen. Aufgrund der kleinen Stichprobe müssen die Schlussfolgerungen aber noch durch weitere Studien bestätigt werden.

Quelle:

1 Kommentar

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NickyNick, 03. Februar 2015 00:07 Uhr
Vielen Dank für diesen sehr aufschlußreichen Beitrag bezügl. Dauerkonsum! Das erklärt warum Lachflash mit der Zeit eher rar werden. Diese Informationen sollte bei allen Dauerkonsumenten alle Alarmglocken klingeln lassen.

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