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Drugcom: Archiv: Cannabis bis zu einen Monat im Blut nachweisbar

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News-Archiv


Archiv Jahr 2013


15.03.2013

Cannabis bis zu einen Monat im Blut nachweisbar

In einer Studie aus den USA konnte gezeigt werden, dass der Cannabiswirkstoff THC und seine Abbauprodukte bei stark Konsumierenden noch bis zu einen Monat nach dem letzten Konsum im Blut nachgewiesen werden können.

Spritze mit Bluttropfen an der Spitze

Bild: BenDe / istockphoto.com

Der Abbau von Cannabis im Körper ist ein komplizierter und noch nicht gänzlich erforschter Prozess. Ein Forschungsteam aus den USA hat sich unter der Leitung von Marylin Huestis vom National Institute on Drug Abuse (NIDA) zum Ziel gesetzt, den Verlauf des Abbaus genauer unter die Lupe zu nehmen.

Einen Monat lang hat das Team täglich Blutproben von 33 Männern entnommen. Alle waren langjährige starke Kiffer. In den zwei Wochen vor Beginn der Studie rauchte jeder Teilnehmer durchschnittlich neun Joints pro Tag. Ab Studienbeginn war damit Schluss.

Um sicher zu gehen, dass die Ergebnisse nicht durch heimliches Kiffen verfälscht werden, mussten die Teilnehmer sich über den gesamten Studienzeitraum in einer geschützten Forschungseinrichtung aufhalten, wo sie rund um die Uhr überwacht wurden.

4-mal längere Nachweiszeit als bislang bekannt

Sowohl THC als auch das Abbauprodukt THC-COOH (THC-Carbonsäure) ließen sich noch bis zu einen Monat nach dem letzten Konsum nachweisen. Nach Angaben des Forschungsteams sei dies 4-mal länger, als man bisher angenommen hatte. Die Nachweisschwelle lag bei 0,25 Mikrogramm auf einen Liter Blut.

Der Verlauf war zudem nicht immer gleichmäßig. So hatten beispielsweise zwei Probanden negative Blutproben an Tag 24 und 26, waren aber wieder positiv an Tag 30. Bei 5 Prozent der Teilnehmer lag der THC-Wert bis 12 Tage nach dem letzten Konsum noch bei über 1 Mikrogramm pro Liter. In Deutschland gilt die Fahreignung ab 1 Mikrogramm pro Liter Blut als eingeschränkt. Wer damit in eine Polizeikontrolle gerät muss damit rechnen, den Führerschein zu verlieren.

Unfallhäufigkeit erhöht

Für chronische Kiffer dürfte es somit generell riskant sein, sich ans Steuer zu setzen. Dabei ist nicht nur der Führerschein, sondern auch ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr. So weist eine Meta-Analyse aus Kanada darauf hin, dass Personen, die unter dem Einfluss von Cannabis fahren, ein etwa doppelt so hohes Risiko haben, in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden.

Quelle:

4 Kommentare

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Gerd50, 28. März 2013 18:27 Uhr, geändert 28. März 2013 18:31 Uhr
Fairerweise sollte zur Fahrerlaubnisproblematik erwähnt
werden, das der THC Grenzwert von 1 Mikrogramm pro Liter
Blut in Deutschland willkürlich festgelegt wurde und nichts
damit zu tun hat, ab welchem Wert tatsächlich mit einer
Einschränkung der Fahrtüchtigkeit zu rechnen ist.

In Washington State und Colorado, wo im letzten November
Hanf für den persönlichen Genuss legalisiert wurde, ist der
Grenzwert auf 5 Mikrogramm pro Liter Blut festgelegt worden,
was realistischer als das deutsche eine Mikrogramm ist.

Es wird schon seit langem bemängelt, das das
Fahrerlaubnisrecht in Deutschland als Ersatzstrafrecht
bei Hanfkonsum missbraucht wird.

Drugs&Drugs, 28. März 2013 18:26 Uhr, geändert 28. März 2013 18:26 Uhr
finsteres mittelalter herrscht in einem land in dem menschen der führerschein abgenommen wird obwohl sie niemals berauscht am steuer saßen.

die fakten stehen ja bereits im beitrag von "bushdoctor".

Avanti, 27. März 2013 21:40 Uhr
Mir fällt auf, dass oftmals Kommentare erscheinen, die die Unfallhäufigkeit von Kiffern immer wieder mit denen von Alkoholkonsumenten vergleichen. Weder der Konsum des Einen noch des Anderen ist aus meiner Sicht geeignet, um aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Letztendlich finde ich die Diskussion um "was ist schlimmer, was ist weniger schlimm und wieviel ist schlimm" müßig, denn bei jedem führt eine unterschiedlich "Dosis" , ob Alkohol oder Cannabis, zur Fahruntüchtigkeit. Ich möchte nicht, dass Menschen. die Drogen konsumieren, im Straßenverkehr andere unschuldige Menschen gefährden, gar verletzen oder töten. Prinzipiell denke ich "Auto stehen lassen".

bushdoctor, 27. März 2013 15:52 Uhr, geändert 27. März 2013 15:52 Uhr
"Dabei ist nicht nur der Führerschein, sondern auch ihre körperliche Unversehrtheit in Gefahr."
Der Führerschein ist schon bei Nachweis von nicht-psychoaktiver THC-Carbonsäure (THC-COOH) in Gefahr... auch wenn man nichtmal im Straßenverkehr damit "aufgefallen" ist!

Wer sich über die Risiken des Fahrens unter Cannabis-Einfluß informieren möchte, der sollte sich das DRUID-Projekt der EU von 2011 anschauen.

Nett finde ich, wie hier wieder mal selektiv Studien für die Gefährlichkeit von Cannabis herangezogen werden, die "ins Konzept" passen.

Folgende Studien gibt es auch noch hierzu (abseits von DRUID):

"In einer großen Verursacherstudie, die in Australien mit 3398 tödlich verunglückten Autofahrern durchgeführt worden war, erhöhte der Nachweis von Alkohol über einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille das Risiko für die Verursachung eines Unfalls und das sechsfache. Der Nachweis von THC erhöhte das Risiko für die Unfallverursachung um den Faktor 2,7, wobei eine THC-Blutkonzentration von weniger als 5 ng/ml das Risiko leicht verringerte, während eine THC-Konzentration über 5 ng/ml im Blut das Risiko um den Faktor 6,6 erhöhte.

In einer französischen Studie mit 9772 Autofahrern, die in einen Unfall verwickelt waren, bei denen mindestens eine Person getötet wurde, erhöhte Alkohol das Risiko für die Unfallverursachung um den Faktor 8,5 und THC im Blut das Risiko um 1,8. Bemerkenswerterweise waren auch geringe Alkoholkonzentrationen im Blut von unter 0,5 Promille bereits mit einem erhöhten Risiko von 2,7 verbunden. Das bedeutet, dass der Nachweis von THC im Blut von Autofahrern mit einem geringeren Unfallrisiko verbunden war als der Nachweis selbst geringer Alkoholkonzentrationen. Bei sehr hohen Alkoholkonzentrationen von mehr als 2 Promille erhöhte sich das Unfallrisiko um den Faktor 40."

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