Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Archiv: Blau-Gelb-Schwäche

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > news > archiv > 2013 > blau-gelb-schwäche

News-Archiv


Archiv Jahr 2013


15.11.2013

Blau-Gelb-Schwäche

„Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist ein beliebtes Kinderspiel. Meist folgt der Hinweis auf die Farbe des gesuchten Objekts. Doch die Farbwahrnehmung ist nicht bei allen Menschen gleich. Manche Menschen können rot nicht von grün unterscheiden. Einer Studie zufolge könnte der Konsum von Stimulanzien wie Kokain dazu führen, dass die Unterscheidung von blau und gelb nicht mehr gelingt.

Tuschkasten mit blau und gelb im Fokus

Bild: BZgA

Farbenblindheit ist genau genommen keine Blindheit, sondern eine Fehlsichtigkeit. Am verbreitetsten ist die Rot-Grün-Sehschwäche. Manche Menschen können hingegen blau nicht von gelb unterscheiden. In der Regel ist dies auf eine Genveränderung zurückzuführen.

Ein Schweizer Forschungsteam hat herausgefunden, dass der Konsum von Stimulanzien wie Kokain und Amphetamine ebenfalls eine Ursache für die Blau-Gelb-Schwäche sein könnte. Dies sei vermutlich eine Folge der dopaminergen Wirkung von Kokain.

Der Züricher Forscher Boris Quednow und sein Team haben den Einfluss von stimulierenden Drogen in einem Sehtest überprüft. An der Untersuchung waren Personen mit unterschiedlicher Konsumerfahrung sowie eine abstinente Kontrollgruppe beteiligt. Mit Hilfe eines speziellen Farbsehtests wurde ermittelt, wie gut Versuchspersonen Farben unterscheiden können. Wie in einem Tuschkasten musste eine Batterie kleiner Farbtöpfe der Reihe nach sortiert werden. Die Farben unterschieden sich jeweils nur leicht hinsichtlich der Farbsättigung.

Es zeigte sich, dass Kokainkonsumierende signifikant schlechter blaue und gelbe Farbtöne unterscheiden konnten als abstinente Kontrollpersonen. Personen, die MDMA konsumierten, zeigten zwar ebenfalls häufiger eine Blau-Gelb-Schwäche. Diese konnte aber ausnahmslos auf zusätzlichen Amphetaminkonsum zurückgeführt werden. Ecstasykonsumierende, die kein Amphetamin zusätzlich einnahmen, wiesen keine Fehlsichtigkeit auf.

Dopamin in der Netzhaut

Das Forschungsteam sieht sich damit in ihrer Hypothese bestätigt, dass die Fehlsichtigkeit mit dem Hirnbotenstoff Dopamin in Zusammenhang steht. Sowohl Kokain als auch Amphetamin kurbeln die Aktivität von Dopamin an. MDMA beeinflusst hingegen stärker den Serotoninhaushalt.

Dopamin ist in hoher Konzentration in der Netzhaut der Augen enthalten, erläutert das Forschungsteam. In der Netzhaut wird einfallendes Licht in Nervenimpulse umgewandelt. Der Botenstoff Dopamin ist an der Farbwahrnehmung beteiligt. Der Nachweis einer Blau-Gelb-Sehschwäche unter Konsumierenden sei ein deutlicher Beleg dafür, dass der Konsum dieser Stimulanzien in den Dopaminhaushalt der Netzhaut eingreift. Aufgrund des Studiendesigns könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass noch andere Faktoren an der Fehlsichtigkeit beteiligt sind.

0 Kommentare

Um Kommentare schreiben zu können, muss du dich anmelden oder registrieren.


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.