Drugcom: Archiv: Rauschtrinken schädigt früher als gedacht

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Archiv Jahr 2014


21.02.2014

Rauschtrinken schädigt früher als gedacht

Bislang ging man davon aus, dass die durch chronischen Alkoholkonsum beschleunigte Gefäßverkalkung erst im höheren Erwachsenenalter auftritt. Einer aktuellen Studie zufolge verursacht Rauschtrinken aber schon in jungen Jahren messbare Schäden an den Gefäßen.

Stromkabel mit aufgeplatzer Isolieren im Gras

Bild: designritter / photocase.com

Mit dem Älterwerden lässt die Elastizität der Blutbahnen meist nach. In der Folge steigt der Blutdruck. Übermäßiger Alkoholkonsum beschleunigt diesen Vorgang und damit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.

Ein US-amerikanisches Team konnte nachweisen, dass Rauschtrinken schon in jungen Jahren die Blutgefäße schädigt. Melissa Goslawski und ihr Team untersuchten 36 College-Studierende im Alter von 18 bis 25 Jahren. Einige von ihnen lebten so gut wie abstinent, anderen betrieben bereits seit durchschnittlich vier Jahren etwa einmal pro Woche Rauschtrinken.

Rauschtrinken beginnt nach Definition des Forschungsteams bei Männern, wenn sie fünf Gläser Alkohol innerhalb von zwei Stunden trinken. Bei Frauen wird schon nach vier Gläsern Alkohol in dieser Zeitspanne von Rauschtrinken gesprochen. Alle Testpersonen waren ansonsten gesund, rauchten nicht und unterschieden sich auch nicht hinsichtlich anderer wichtiger Kriterien wie der Ernährung.

Werte wie von Alkoholkranken

Um den Zustand der Gefäße zu testen, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler exemplarisch die Oberarmarterien der Teilnehmenden. Mit Ultraschallgeräten und anderen Tests wurde die Erweiterungsfähigkeit der Blutgefäße gemessen. Diese Eigenschaft wird als Vasodilatation bezeichnet.

Es stellte sich heraus, dass die Vasodilatation in der Gruppe der Rauschtrinker signifikant schlechter ausgeprägt war als bei den Abstinenten. Die Gefäße konnten sich also deutlich weniger gut ausdehnen. Das Forschungsteam erläutert, dass die Werte der Rauschtrinker ähnlich stark ausgeprägt waren wie bei älteren Personen, die bereits über mehrere Jahre täglich große Mengen an Alkohol konsumiert hatten. Das Team schlussfolgert daraus, dass nicht nur chronischer Alkoholkonsum, sondern auch episodisches Rauschtrinken schon in jungen Jahren die Gefäße schädigt und somit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöht.

Die verminderte Vasodilatation entstehe laut Melissa Goslawski und ihrem Team durch die Schädigung des Endothels. Das Endothel ist eine Zellschicht im Inneren der Gefäße und hat Einfluss auf den Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe, den Blutdruck sowie die Fließgeschwindigkeit des Blutes. Gleichzeitig ist die Vasodilatation von winzigen Muskeln abhängig, deren Funktionsfähigkeit ebenfalls durch Alkohol geschädigt werden kann.

Quellen
Goslawski, M., Piano, M., Bian, J., Church, E., Szczurek, M. & Phillips, S. (2013). Binge Drinking Impairs Vascular Function in Young Adults. Journal of the American College of Cardiology, 62 (3), 201-207.

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