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Drugcom: Archiv: Kleiner Hippocampus bei Kiffern

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News-Archiv


Archiv Jahr 2014


31.03.2014

Kleiner Hippocampus bei Kiffern

Schädigt der Konsum von Cannabis das Gehirn? In einer aktuellen Meta-Analyse wurden die bisher zu dieser Frage durchgeführten Studien zusammengefasst.

Zeichnung eines halbtransparenten Männerkopfes mit verkleinertem Gehirn vor schwarzem Hintergrund

Bild: angelhell / istockphoto.com

Kiffen stört das Kurzzeitgedächtnis - zumindest im akuten Rauschzustand. Doch wie wirkt sich der dauerhafte Konsum aus? Wird womöglich sogar das Nervengewebe geschädigt? Eine Reihe von Studien hat sich bereits mit diesem Thema befasst. Aufwändige bildgebende Verfahren wurden eingesetzt, um die Gehirne von Kiffern und Nicht-Kiffern zu durchleuchten. Dabei kam es auch zu widersprüchlichen Ergebnissen. Mal wurden signifikante Unterschiede gefunden, mal nicht.

Im Rahmen einer Meta-Analyse wurden nun 14 Einzelstudien zusammengefasst. Die Auswahl der Studien erfolgte nach strengen Kriterien. So wurden keine Studien einbezogen, in denen Personen beteiligt waren, die schon einmal eine Psychose hatten oder haben. Der Vorteil einer Meta-Analyse gegenüber Einzelstudien ist die größere Stichprobe, wodurch beispielsweise Messfehler an Bedeutung verlieren.

Studienleiter Paolo Fusar-Poli und sein Team interessierten sich bei der Analyse der Daten sowohl für das gesamte Hirnvolumen als auch für zwei bestimmte Regionen: die Amygdala und den Hypocampus. Die Amygdala ist an der Verarbeitung von Angstgefühlen beteiligt. Der Hippocampus spielt eine wichtige Rolle bei der Gedächtnisbildung.

Die Analyse ergab, dass sich weder für das Gesamtvolumen des Gehirns noch für die Amygdala Unterschiede zwischen Konsumierenden und abstinenten Personen finden lassen. Allerdings fand das Forschungsteam Unterschiede in der Größe des Hippocampus. Bei den Cannabiskonsumierenden war das Volumen des Hippocampus sowohl in der linken wie auch in der rechten Hirnhälfte signifikant kleiner.

Neurotoxisch?

Cannabis könne somit potentiell neurotoxisch auf den Hippocampus wirken. Dies sei vermutlich darauf zurückzuführen, dass der Hippocampus eine Region mit einer hohen Dichte an Cannabinoidrezeptoren ist. Problematisch sei dieser Umstand besonders dann, wenn der Konsum in der frühen Jugendphase erfolgt, weil hier wichtige Umbaumaßnahmen im Gehirn stattfinden. Studien zufolge steht besonders der frühe Einstieg in den Konsum mit Gedächtnisproblemen in Zusammenhang.

Allerdings können die Autorinnen und Autoren keine Aussage darüber machen, ob Cannabiskonsum tatsächlich die Ursache für das geringere Volumen der Hippocampi ist. So gibt es Hinweise, dass bestimmte strukturelle Unterschiede im Gehirn schon vor dem ersten Joint vorhanden sein können. Eine Studie aus dem Jahre 2012 konnte aufzeigen, dass ein kleiner Frontalcortex im Alter von 12 Jahren mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für den Einstieg in das Kiffen im Zusammenhang steht. Insofern seien weitere Längsschnittstudien notwendig.

Quellen:

  • Roccetti, M., Crescini, A., Borgwardt, S., Caverzasi, E., Politi, P., Atakan, Z. & Fusar-Poli, P. (2013). Is cannabis neurotoxic fort he healthy brain? A meta-analytical review of structural brain alterations in non-psychotic users. Psychiatry and Clinical Neurosciences, 67, 483-492. PDF
  • Cheetham, A., Allen, N. B., Whittle, S., Simmons, J. G., Yücel, M. & Lubman, D. I. (2012). Orbitofrontal Volumes in Early Adolescence Predict Initiation of Cannabis Use: A 4-Year Longitudinal and Prospective Study. Biol Psychiatry, 71, 684-692. PDF
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