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18.11.2016

Betrunkene unterschätzen Trunkenheit im Kreise Betrunkener

Wie betrunken man sich fühlt, hängt vom Umfeld ab, haben britische Forscher herausgefunden. Dabei werden die persönlich wahrgenommen Risiken meist unterschätzt.

Zwei Männer machen Faxen

Bild: froodmat / photocase.com

„Wie betrunken sind Sie gerade?“, lautete die zentrale Frage. Ein Forschungsteam der Universität Cardiff in Wales hat 400 junge Erwachsene im Umfeld von Kneipen und Bars gebeten, ihren Rauschzustand einzuschätzen. Zuvor hatte das Forschungsteam Atemalkoholtests, wie sie auch von der Polizei verwendet werden, bei den Befragten sowie bei über 1.400 weiteren Personen durchgeführt.

Studienleiter Simon Moore und seine Kollegen konnten aufzeigen, dass sich Personen bei der Einschätzung der eigenen Trunkenheit stark durch das Umfeld beeinflussen lassen. Nicht die tatsächlich getrunkene Menge Alkohol war entscheidend, sondern wie betrunken andere Personen im Umfeld waren. Allerdings unterschätzten alkoholisierte Personen ihre eigene Trunkenheit umso stärker, je mehr angetrunkene Menschen sich in der näheren Umgebung befanden.

Fehlerhafte Einschätzung der Risiken durch Rauschtrinken

Damit verbunden war auch eine Unterschätzung des persönlichen Gesundheitsrisikos. Das Forschungsteam fragte die Teilnehmenden der Studie, wie sie ihr persönliches Risiko für eine Leberzirrhose und andere alkoholbedingte Gesundheitsschäden einschätzen, wenn sie in den nächsten 15 Jahren wöchentlich so weiter trinken würden. Dabei kamen die Befragten zu geringeren Risikoeinschätzungen als es der tatsächliche Rauschzustand nahelegen würde. Moore erklärt, dass die Befragten ihre Risiken vermutlich dann fälschlicherweise als niedrig einschätzen, wenn sie andere Personen sehen, die noch stärker betrunken zu sein scheinen als sie selbst.

Waren jedoch viele nüchterne Personen im Umfeld der Trinkenden, so war hingegen ihr Einfluss stärker als der von betrunkenen Personen. Offenbar wurde den Menschen dann bewusst, wie angetrunken sie selbst tatsächlich sind.

Hintergrund der Fehleinschätzungen sei vermutlich ein evolutionärer Mechanismus, schreiben die Forscher in ihrem Fachartikel. Wie im Tierreich würde es beim Menschen generell eine hohe Sensibilität gegenüber der Rangordnung einer Gruppe und der eigenen Stellung darin geben. Bei der Einschätzung des eigenen Rauschzustands würden Menschen sich intuitiv an dem anderer Personen orientieren. Wenn sie den Eindruck haben, dass es andere gibt, die stärker betrunken sind, würde die Beobachtung sie zu einer fehlerhaften Risikoeinschätzung verleiten.

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