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Mischkonsum - Konsumberichte und Expertenkommentare

Konsumbeschreibungen zu der Konsumkombinationen:
Cannabis - Speed

Hinweis: Die hier dargestellten authentischen Konsumentenberichte dienen der Aufklärung über die Risiken des Mischkonsums. Sie stellen keine Anleitung oder Aufforderung zum Konsum illegaler Drogen dar. (Allgemeine Nutzungsbedingungen)


Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht-Nr.  1  

Beschreibung des Mischkonsums von:

Alter: 20 Jahre,
Konsumort: privater Rahmen

Meine Euphorie war sehr stark. Ich hatte kleine Optics. Es ist ein Antriebsstärker. Ich hatte etwas Halluzinationen im akustischen Bereich.

Negative Erfahrungen:

Ich hatte Hautprobleme, Herzrasen, Schlafstörungen und war leicht depressiv.


Expertenkommentare zu diesem Fall

Kommentar von Tibor Harrach, Pharmazeut

In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass einerseits die Intensität und Dauer euphorisierender Wirkungen des Cannabis durch Speed verstärkt werden. Andererseits mildert Cannabis einige zum Teil als unangenehm empfundene Speed-Wirkungen wie den gesteigerten Bewegungsdrang ab. Die (additive) Steigerung von Blutdruck und Herzfrequenz bei kombinierter Cannabis-Speed-Anwendung ist dosisabhängig und führt erst bei höheren Dosierungen zu gesundheitlich relevanten körperlichen Belastungen. Für Personen mit einem vorgeschädigten Herz-Kreislauf-System kann dies eine zusätzliche gesundheitliche Gefährdung bedeuten.

Kommentar von Prof. Dr. med. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank

Speed wirkt normalerweise aufputschend, man ist euphorisch und überwach. Bei hohen Dosen und/oder häufigem Konsum kann man aber auch unangenehme Psychosen mit Halluzinationen und Wahnvorstellungen entwickeln („Paranoia“). Diese Gefahr ist beim Mischkonsum mit Cannabis sicher stärker.

Kommentar von Priv. Doz. Dr. med. Leo Hermle

Die Einnahme von Speed führt zu einem "high"-Gefühl mit Unterdrückung von Schlaf, Müdigkeit und des Hungergefühls. Körperlich kommt es zu schnellem Puls, erhöhtem Blutdruck, Schwitzen. Im Rahmen der akuten Speedwirkung kommt es auch häufig zu ängstlicher Anspannung, Unruhe, bei höherer Dosis auch zu Psychosen, massiven Ängsten und Kreislaufkollaps. Diese negativen Effekte von Speed führen häufig zum zusätzlichen Konsum von Cannabis, um Unruhe, Ängste und Schlafstörungen in den Griff zu bekommen ("Chill out").

Häufiger Konsum von Speed führt einerseits zu Toleranz mit der Notwendigkeit immer höhere Dosen einzunehmen, andererseits kann es auch zu einer zunehmenden Empfindlichkeit des Nervensystems kommen, sodass vor allem die negativen Wirkungen bei kleinen Dosen immer stärker hervortreten. Durch den kombinierten Cannabis-Speedkonsum wird zudem das Risiko einer Psychose bzw. einer Depression erhöht.

Die beschriebenen "0ptics" und akustischen Halluzinationen deuten auf psychotisches Erleben hin. Bei weiterer Einnahme von Speed und Cannabis könnte daraus ein Vollbild einer akuten Psychose entstehen. Auf körperlichem Gebiet sind bei Speedkonsum gefährliche Komplikationen wie Herzversagen, Hirnblutungen, Krampfanfälle bekannte Folgen.


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