Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können sowie zu Statistik- und Analysezwecken (Web-Tracking). Weitere Informationen dazu und die Widerspruchsmöglichkeit zum Web-Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Drugcom: Drogenlexikon: Amotivationssyndrom

Kopfbereich mit Suchfeld

Sprung zum Menü „Die Drogen“

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Aktionsbereich

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Sprung zum Inhaltsbereich

Sprung zur Fusszeile

Hauptinhaltsbereich

Sprung zum Seitenanfang

Sie befinden sich auf der Seite:

home > drogenlexikon > ziffern und buchstabe a > amotivationssyndrom

Drogenlexikon

BuchstabeA BuchstabeB BuchstabeC BuchstabeD BuchstabeE BuchstabeF BuchstabeG BuchstabeH BuchstabeI BuchstabeJ BuchstabeK BuchstabeL BuchstabeM
BuchstabeN BuchstabeO BuchstabeP BuchstabeQ BuchstabeR BuchstabeS BuchstabeT BuchstabeU BuchstabeV BuchstabeW BuchstabeX BuchstabeY BuchstabeZ

Amotivationssyndrom

In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es das stereotype Bild des faulen und gleichgültig wirkenden Cannabiskonsumierenden. In der Psychiatrie wurde hierfür der Begriff „Amotivationssyndrom“ oder „Amotivationales Syndrom“ geprägt, das eine Folge von intensivem Cannabiskonsum sein soll.

Beobachtet wurde, dass manche Cannabiskonsumierende teilnahmslos, passiv und allgemein antriebsvermindert wirken sowie den Alltagsanforderungen mit einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber treten. Daraus wurde geschlossen, dass Cannabiskonsum die Ursache für den Verlust an Motivation sei. 1985 schrieben die Psychiater Täschner und Wanke hierzu: „Die Konsumenten fühlen sich allmählich den Anforderungen der Leistungsgesellschaft immer weniger verpflichtet, aber auch immer weniger gewachsen“ (S.32).

Ein durch Cannabis hervorgerufener dauerhafter Zustand verminderter Motivation konnte allerdings bis heute nicht eindeutig belegt werden. In einer Expertise aus dem Jahre 1998 haben die Forscher Dieter Kleiber und Karl-Arthur Kovar darauf hingewiesen, dass hier vermutlich Ursache und Wirkung verwechselt wurden. Man müsse vielmehr davon ausgehen, dass Personen, die ohnehin schon demotiviert sind und Leistungsanforderungen kritisch gegenüber stehen, zum Abbau ihrer Frustration eher dazu neigen, Cannabis zu konsumieren.

Eine weitere Expertise aus dem Jahr 2007, verfasst von Kay Uwe Petersen und Rainer Thomasius, kommt ebenfalls zu dem Schluss: „ Es gibt derzeit keine Evidenz für ein unabhängig von den Symptomen akuter Intoxikation auftretendes amotivationales Syndrom im Zusammenhang mit Cannabiskonsum“ (S. 152). Im Klartext: Die Wissenschaft hat bisher nicht nachweisen können, dass Cannabis tatsächlich die Ursache dafür ist, wenn Konsumierende über die Wirkung hinaus einen demotivierten Eindruck machen.

Allerdings weisen Studien darauf hin, dass es in Zusammenhang mit dem frühen Einstieg in den Cannabiskonsum zu einer Verminderung schulischer Leistungen und häufigerer Schulabbrüche kommen kann.


Quellen:



Stand der Information: September 2016


Weiteres zum Thema auf drugcom.de

News

Topthemen

weitere verwandte Artikel


Alle Einträge im Drogenlexikon zum Buchstaben "A"

zum Seitenanfang

Über uns | Kontakt | Newsletter | Downloads | Materialien | Sitemap | Impressum | Datenschutz | Gebärdensprache

.