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Leitfaden NACHTS LEBEN – Gesundheitsförderliche Maßnahmen im Nachtleben

Das Nachtleben in Clubs und auf Partys der unterschiedlichen Musikrichtungen bildet vielfach einen zentralen Bezugspunkt im Leben junger Menschen. Ein aktives Party- bzw. Nachtleben erzeugt jedoch erhebliche Herausforderungen und Gefahren für die Gesundheit. Klassische Angebote der Sucht- und Drogenhilfe, ohne lebensweltbezogene Ausrichtung, erreichen diese Zielgruppen kaum oder gar nicht. Alternative Formen des Zugangs und der Ansprache sowie ein erweitertes Verständnis von Suchtprävention sind notwendig.


Mit dem Leitfaden NACHTS LEBEN sollen all diejenigen mit Anregungen unterstützt werden, die auf Party-Veranstaltungen und in Clubs ein gesundheitsförderliches Nachtleben gestalten wollen. Der Leitfaden NACHTS LEBEN ist das Resultat der engagierten Zusammenarbeit im Arbeitskreis Healthy Nightlife, dem Vertreter und Vertreterinnen aus Szene-Initiativen, Beratungsstellen, Behörden sowie Partyveranstalter angehören. Trotz, aber auch wegen der heterogenen Zusammensetzung gelang es konkrete Handlungsempfehlungen für relevante lokale Akteure im Partybereich zu erstellen. Der Schwerpunkt des Leitfadens liegt in der Förderung von suchtpräventiven Strategien vor Ort, die darauf abzielen, den riskanten Konsum legaler und illegaler Drogen zu mindern. Das Ziel des Leitfadens ist es, Akteuren aus unterschiedlichen Organisationen Tipps und Anregungen vorzustellen.


Der Leitfaden kann hier als PDF (3.3 MB) herunter geladen werden.



Dokumentation der Fachtagung „NACHTS LEBEN – GUT FEIERN. Methoden, Erfahrungen und Anregungen zur Suchtprävention in den Partyszenen“.


23. und 24. November 2005, Köln

Anknüpfend an die Tagung 2001 und das Expertengespräch 2003 der BZgA zur Förderung innovativer Strategien im Partykontext, hat dieses Jahr die Fachtagung: „NACHTS LEBEN – GUT FEIERN, Methoden, Erfahrungen und Anregungen zur Suchtprävention in den Partyszenen“ stattgefunden.

Auf der Tagung wurde der Leitfaden „NACHTS LEBEN – Gesundheitsförderliche Maßnahmen im Nachtleben“ vorgestellt, der vom Arbeitskreis Healthy Nightlife konzipiert wurde. Er richtet sich an zentrale Institutionen und Akteure, die risikominimierende Strategien im Nachtleben fördern möchten. Der Leitfaden ist als Arbeitsmittel konzipiert und soll bei der Implementierung bester suchtpräventiver Maßnahmen unterstützen sowie Kooperationen zur Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen im Nachtleben anregen.

Weiteres Ziel der Tagung war der Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Weiterentwicklung suchtpräventiver, gesundheitsfördernder Konzepte.

Fazit am Ende der Tagung

Ein Ergebnis der Tagung war die Einschätzung, dass der Diskussionsprozess über gesundheitsförderliche Maßnahmen im Nachtleben und in der Partykultur mit dem Leitfaden und der Fachtagung nicht abgeschlossen ist. Vielmehr repräsentieren die Vorschläge im Leitfaden – und auch die Beiträge der Tagung ‑ den aktuellen Diskussionsstand.

Ein weiterer Impuls der Tagung war, dass es erstrebenswert ist, möglichst viele kommunale Akteure für suchtpräventive Maßnahmen vor Ort zu gewinnen. Durch das Zusammenwirken von lokalen Behörden, Veranstaltern, Initiativen und Drogenberatungen bleiben die Maßnahmen keine „Einmalaktionen“, sondern können nachhaltig verankert werden. Allerdings zeigten viele Beiträge der Tagung, dass dafür ein langer Atem notwendig ist und viele Gespräche und Anläufe einkalkuliert werden müssen. In der Praxis ist es mitunter sehr mühsam, heterogene Akteure und verschiedene Interessenlagen zu einer gemeinsamen gesundheitsförderlichen Aktion im Nachtleben zu bündeln. Für dieses anstrengenden Prozesse können Anregungen des Leitfadens herangezogen werden, denn – so ein Teilnehmer der Tagung ‑ „das Rad muss nicht immer neu erfunden werden“.

Viele Beratungsstellen, Initiativen und Drogenberatungsstellen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands waren auf der Tagung vertreten. Daran knüpfte die Veranstalterin zum Schluss der Tagung die Hoffnung, dass der Diskussionsprozess engagiert weiter geführt wird und die diskutierten Ansätze und Impulse vor Ort „mit Leben gefüllt“ und intensiv weiter entwickelt werden.

Nachfolgend können die Vorträge und Schlussfolgerungen der Foren heruntergeladen sowie einige Fotos von der Fachtagung angesehen werden (soweit sie bislang zur Verfügung gestellt wurden):

I. Vortrag im Plenum
Vortrag Baumgärtner (pdf, 297 kB)

II. Vorträge in den Foren
Forum I (pdf, 82 kB)
Forum II (pdf, 522 kB)
Forum lll Vortrag "Jeck dance" (pdf, 1.3 MB)
Forum IV Vortrag "ansprechbar" (pdf, 1.4 MB)
Forum IV Vortrag "raveshuttle" (pdf, 193 kB)
Forum V Vortrag "eclipse" (pdf, 745 kB)

III. Fazits in den Foren
Forum III Fazit (pdf, 61 kB)
Forum IV Fazit (pdf, 73 kB)
Forum V Fazit (pdf, 86 kB)

IV. Fotos von der Tagung am 23. und 24. November 2005
Zu den Fotos der Tagung

© Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)