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Drugcom: Topthema: Entzugserscheinungen bei Cannabiskonsum

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Topthema

Entzugserscheinungen bei Cannabiskonsum

April 2005

Seit langem ist bekannt, dass sich durch regelmäßigen Konsum von Cannabis eine psychische Abhängigkeit von der Droge entwickeln kann. Aber erst seit ein paar Jahren geht man davon aus, dass auch eine körperliche Gewöhnung dabei eintreten kann. Diese macht sich in Entzugserscheinungen bemerkbar, die nach dem Absetzen des Konsums auftreten.

Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass bei Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen besonders bei denen, die lange Zeit täglich gekifft haben Entzugssymptome auftreten können, wenn sie ihren Konsum einstellen. Meist treten diese 24 bis 48 Stunden nach dem letzten Konsum auf und dauern in der Regel bis zu einer Woche an, im Höchstfall bis zu 14 Tage.

Häufige Entzugssymptome nach dem Absetzen sind:

Die Intensität der Entzugssymptome ist in der Regel deutlich milder als beispielsweise die bei Alkohol- oder Opiatabhängigen. Dennoch stellen sie zumindest kurzfristige gesundheitliche Beeinträchtigungen dar. Viele Aufhörwillige verspüren in dieser Phase das intensive Verlangen wieder zu kiffen.

Neue Konzepte in der Behandlung und Beratung von Cannabiskonsumenten

Die Therapie von Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen erfordert ein individuelles Behandlungskonzept. Die klassische Suchttherapie (Entgiftung, Entwöhnung, Nachsorge) verfehlt meist den Bedarf der Klienten. Das Drogenhilfesystem konzentriert sich überwiegend auf die Behandlung Opiatabhängiger. Zurzeit finden jedoch in vielen Ländern Aktivitäten mit dem Ziel statt, effiziente Betreuungsmaßnahmen für Cannabiskonsumenten zu entwickeln.

Auf drugcom.de wird beispielsweise seit August 2004 das Beratungsprogramm quit the shit angeboten, in dem Cannabiskonsumenten und -konsumentinnen online über einen Zeitraum von 50 Tagen unterstützt werden, wenn sie ihren Konsum reduzieren wollen oder mit dem Kiffen ganz aufhören möchten.

Auch wurde 2004 das Gemeinschaftsprojekt "Realize it" gestartet, das ein spezielles Beratungsprogramm für Cannabiskonsumenten anbietet und an Beratungsstellen in Süddeutschland und in der Schweiz durchgeführt wird.

Quellen:

Wiesbeck, G. A., Schuckit, M. A., Kalmijn, J. A., Tipp, J. E., Buchholz, K. K. & Smith, T. L. (1996). An evaluation of the history of a marijuana withdrawal syndrome in a large population. Addiction, 91, (10), 1469-1478.
AWMF Cannabis-Leitlinien
Bericht: Cannabisbezogene Störungen

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