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Drugcom: Topthema: Blubbern aus der Shisha

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Topthema

Blubbern aus der Shisha

August 2004

Die orientalische Wasserpfeife „Shisha“ wird zum modischen Trend. Bei den Anhängern der Wasserpfeife gilt das Inhalieren des aromatisierten Tabaks durch lange Schläuche als harmloses, gar gesundes Entspannungsritual. Tatsächlich liefern Zigarette und Wasserpfeifentabak dem Raucher dieselbe Menge Nikotin. Wasserpfeifenraucher inhalieren zudem mehr Kohlenmonoxid und 20-mal mehr krebserregende Teerstoffe.

Das Rauchen von Wasserpfeifen („Shisha“) mit speziellem Wasserpfeifentabak wird immer beliebter - auch bei jenen, die keine Zigaretten rauchen. In der Regel wird dazu der spezielle Shisha-Tabak verwendet, der mit unterschiedlichen Aromen versehen wird (z. B. Apfel). In unserem Kulturkreis war bisher der Gebrauch von Wasserpfeifen insbesondere unter Cannabiskonsumenten bekannt. Sie stopften die Pfeifen vorwiegend mit Marihuana. Ursprünglich stammt die Wasserpfeife aus Indien. Populär wurde sie vor rund 600 Jahren in den arabischen Ländern. Die Wasserpfeife wird dort Shisha oder Nargileh genannt.

Eine Wasserpfeife besteht im Wesentlichen aus einem Wasserbehälter, einem Aufsatz und einem Pfeifenkopf, der den Tabak enthält. Dieser wird mit Holzkohle erhitzt, und der Rauch durch das Wasser über einen langen Schlauch hindurch gesogen. Auf diese Art wird der Wasserpfeifentabak bei dem lang andauernden Ritual inhaliert. Eine Tabakfüllung reicht in der Regel für eine halbe bis dreiviertel Stunde Rauchen aus. Der mit Melasse (Nebenprodukt bei der Zuckergewinnung) gesüßte und in vielen Geschmacksrichtungen erhältliche Wasserpfeifentabak ist durch seinen hohen Feuchtigkeitsanteil und durch seine klebrige und teigartige Konsistenz vom normalen Pfeifentabak zu unterscheiden.

Viele Konsumenten glauben fälschlicherweise, dass Wasserpfeifenrauchen wesentlich weniger schädlich sei als das Rauchen von Zigaretten. Den Forschungsergebnissen einer Studie der Universität Münster zufolge liefern Zigarette und Wasserpfeife dem Raucher dieselbe Menge Nikotin. Wasserpfeifenraucher inhalieren zudem mehr Kohlenmonoxid und 20-mal mehr krebserregende Teerstoffe. Auch Aromastoffe, die oft künstlich zugeführt werden, können gesundheitsschädigend wirken.

Der Import von Wasserpfeifentabak ist mittlerweile untersagt, wenn der Feuchtigkeitsanteil nach der deutschen Tabakverordnung zu hoch liegt, da untersuchte Wasserpfeifentabake den gesetzlich zugelassenen Grenzwert an Feuchthaltemitteln um das fünffache überschritten. Zudem ist eine unzureichende oder falsche Kennzeichnung importierten Wasserpfeifentabaks festgestellt worden. Packungen waren mit der Angabe 0,0% Teer versehen. Die Hersteller wurden nun zur richtigen Kennzeichnung aufgefordert.

Quellen:

www.sfa-ispa.ch
Studie Uni Münster
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
wikipedia

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