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Drugcom: Topthema: Medikamente gegen Befindlichkeitsstörungen – Abhängigkeit nicht ausgeschlossen

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Topthema

Medikamente gegen Befindlichkeitsstörungen – Abhängigkeit nicht ausgeschlossen

August 2005

Sie beruhigen, erleichtern den Schlaf oder lindern Schmerzen. Medikamente, die das Befinden beeinflussen. Sie können zweifelsohne die Symptome eindämmen, doch die Ursachen der unangenehmen Beschwerden werden durch die Medikamente nicht gelöst.

Der Weg in Missbrauch oder Abhängigkeit kann früh beginnen

Studien zufolge leiden ein Drittel aller Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren mehrmals wöchentlich unter Nervosität, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Emotionale Belastungen wie Überforderung, Müdigkeit oder Stress geben rund die Hälfte der Jugendlichen an. Werden solche Symptome mit Medikamenten behandelt, so kann das der Anfang eines Medikamentenmissbrauchs sein.

Ursachen des Medikamentenmissbrauchs

Von „Medikamentenmissbrauch“ oder „-abhängigkeit“ spricht man, wenn Medikamente, außerhalb der eigentlichen, begrenzten medizinischen Verschreibung, in höherer Dosierung als vorgesehen, länger als notwendig oder ohne ärztliche Verordnung eingenommen werden. Schlaftabletten, Schmerz- und Beruhigungsmittel (z.B Valium) behandeln jedoch nicht die Ursachen, sie lindern nur die Symptome. Doch der positive Effekt auf das Befinden kann einschneidend sein, mitunter sogar einer Erlösung gleich kommen. Das Leben scheint leichter zu sein. In dieser „Alltagstauglichkeit“ liegt die Gefahr einer allmählichen Gewöhnung, die zu einer Abhängigkeit führen kann.

Ein besonders hohes Abhängigkeitspotenzial haben so genannte Benzodiazepine wie beispielsweise Valium (Wirkstoff Diazepam), das beruhigend und angstlösend wirkt: Nach einer aktuellen Schätzung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) gibt es in Deutschland bis zu 1,1 Millionen Abhängige von Benzodiazepinen. Dies zeigt eindrucksvoll, wie groß das Abhängigkeitspotenzial von Medikamenten wie beispielsweise Valium tatsächlich ist.

Eine weitere Ursache des Medikamentenmissbrauchs kann in dem zunehmenden Trend zur „Medikalisierung“ gesehen werden, sprich: Für alles gibt es ein Mittel. Nahrungsergänzungsmittel, Appetitzügler, Kopfschmerztabletten oder Koffeintabletten - die Einnahme diverser „Mittelchen“ wie Aspirin, Valium, etc. , um das Befinden zu verbessern, länger wach zu bleiben oder mehr Leistung zu entwickeln, scheint allgemein akzeptiert, beinahe schon üblich zu sein.

Es geht auch anders

Der regelmäßige Gebrauch von Medikamenten gegen Befindlichkeitsstörungen sollte immer ein Anlass sein, sich auf die Suche nach echten und auf Dauer befriedigenden Lösungen zu machen. Patentrezepte gibt es nicht, doch die Auseinandersetzung mit individuellen Belastungen und Lebensumständen, kann Beschwerden verständlich machen. Neben der Abklärung möglicher körperlicher Ursachen, können auch die Veränderung des Lebensstils, z. B. durch eine andere Ernährung oder mehr Bewegung und Entspannung, der Weg zu einem beschwerdefreien Leben sein.

Vorsicht beim Entzug!

Betroffene sollten ein Medikament wie Valium jedoch nie ohne ärztliche Aufsicht absetzen. Es kann infolge des Entzuges zu Panikattacken, Wahrnehmungsstörungen, Selbstmordphantasien, sogar zu einer Entzugspsychose mit Krampfanfällen kommen.

Selbst frei verkäufliche Medikamente, wie zum Beispiel Kopfschmerzmittel, können bei regelmäßiger Einnahme zu einer körperlichen Gewöhnung führen, die einen Entzug in einem Krankenhaus erforderlich machen.

Quellen:

www.bzga.de (1)
www.bzga.de (2)
Jahrbuch Sucht 2005
www.dhs.de
www.gsv1.de

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