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Drugcom: Topthema: Nimmt die Wirksamkeit von Cannabis zu?

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Topthema

Nimmt die Wirksamkeit von Cannabis zu?

Februar 2005

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat ihre erste europäische Studie über die Wirksamkeit von Cannabis veröffentlicht. Das Fazit der Studie lautet, dass es in einigen Ländern geringe Veränderungen des THC-Gehalts gab, die auf das seit kurzem vorhandene Marktangebot an intensiv kultiviertem, innerhalb der EU angebautem Cannabis zurückführen sind. Des Weiteren wird festgestellt, dass der THC-Gehalt von Cannabisprodukten erheblich variieren kann.

Anlass für die Studie waren vermehrt aufgekommene Befürchtungen, dass Cannabis heute einen weitaus höheren Wirkstoffgehalt hätte als früher. Dies wiederum könnte zu wachsenden Gesundheitsproblemen bei den Konsumenten und Konsumentinnen führen. Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in der EU. Über 20 Prozent aller EU-Bürger haben schon Cannabis konsumiert.

Natürliche Unterschiede in der Cannabis-Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Cannabis wird definiert als der Anteil des Hauptwirkstoffes Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Der THC-Gehalt von Cannabisprodukten ist von mehreren Faktoren abhängig. So macht es einen Unterschied, ob man Cannabis als Marihuana (Blüten) oder als Haschisch (Cannabis-Harz) raucht oder es als Haschisch-Öl einnimmt, das den höchsten THC-Gehalt aufweist. Die Wirksamkeit wird ebenso von geographischen Bodenunterschieden und der Art des Anbaus beeinflusst. Mit speziellen Methoden gezüchtetes Cannabis aus Innen-Anlagen ist bis zu dreimal wirksamer als konventionell angebautes Cannabis. Schließlich ist der Anteil an THC abhängig vom Alter des Produkts. Wird Cannabis bei Raumtemperatur gelagert, zerfallen pro Jahr 17 Prozent des THC-Gehalts.

Wirksamkeit von importiertem und selbst angebautem Cannabis

Das zentrale Ergebnis der Studie lautet: Berechnet man die Gesamtwirksamkeit aller in Europa erhältlichen Cannabisprodukte, so ist keine Erhöhung der Cannabis-Wirksamkeit festzustellen. Das ist darauf zurück zu führen, dass in den meisten EU-Ländern Cannabis vorherrscht, das aus nicht-EU-Ländern importiert wird. Diese Importe sind im Vergleich zu gezüchtetem Cannabis aus den Innen-Anlagen Europas bis zu dreimal weniger wirksam. Zwar wird bereits in vielen, wenn nicht sogar allen EU-Ländern Cannabis in Innen-Anlagen angebaut, importierter Cannabis aus außereuropäischen Ländern dominiert allerdings weiterhin den Markt in Europa.

Eine Ausnahme stellen die Niederlande dar. Hier macht der Marktanteil von Cannabis aus Innen-Anlagen 50 Prozent aus. Entsprechend wurde in den Niederlanden, wie auch in weiteren Ländern, in denen Cannabis unter Anwendung dieser intensiven Anbaumethoden gezüchtet wird, ein Gesamtanstieg der Wirksamkeit verzeichnet.

Gesundheitliche Folgen des Konsums von hochwirksamem Cannabis

Inwiefern der Konsum von hochwirksamem Cannabis das Risiko von Gesundheitsproblemen ansteigen lässt, ist noch nicht geklärt. Zu vermuten ist aber, dass bei besonders hohen Dosen von THC die Gefahr von psychischen Problemen wie Panikattacken zunimmt und sich die kognitiven Leistungen besonders bei Dauerkonsumenten und -konsumentinnen verschlechtern.

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