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Drugcom: Topthema: Was hilft gegen den Kater?

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Topthema

Was hilft gegen den Kater?

Februar 2007

„Nie wieder Alkohol“ hat sich sicher schon der eine oder die andere geschworen, wenn der Schädel nach durchzechter Nacht zu platzen scheint, der Magen verrückt spielt und man sich einfach nur elendig fühlt. Doch Mitte Februar, wenn Teile der karnevalbegeisterten Bevölkerung die Folgen des letztjährigen Alkoholexzess verdrängen und kollektiv die Grenzen des risikoarmen Trinkens überschreiten, wird der Katzenjammer vermutlich wieder groß sein. Da wäre ein Mittel gegen den Kater genau das Richtige. Doch wirken die auch? Eine Internet-Recherche gibt Aufschluss.

Um es gleich vorweg zu sagen: Das beste Mittel gegen den Kater ist natürlich kein oder nur wenig Alkohol zu trinken. Zudem birgt das Rauschtrinken eine Vielzahl an Risiken wie beispielsweise der Verlust einer großen Anzahl an Gehirnzellen. Doch der Mensch ist eben nicht immer vernünftig. Dann ist Schadens- bzw. Schmerzbegrenzung gefragt.

Jede Menge Tipps
Dank des Internets lässt sich eine Vielzahl an Tipps gegen den Kater problemlos abrufen. So bringen es die Stichworte „Mittel gegen Kater“ bei der Suchmaschine Google auf immerhin etwa 177.000 Treffer. Auch wenn sicher einige davon sich auf die gleichnamigen männlichen Vertreter einer Haustierart beziehen, so wird doch beim Überfliegen der Trefferliste deutlich, dass auf den ersten Seiten fast ausnahmslos von den Konsequenzen übermäßigen Alkoholkonsums und den Empfehlungen zur Bekämpfung desgleichen die Rede ist.

Der Ursprung des Katers
Unter den ersten Treffern der Google-Recherche findet sich beispielsweise die Stiftung Warentest, deren Angaben zufolge der Begriff Kater wohl zurückgeht auf das griechische Wort Katarrh, also Schleimhautentzündung bzw. Schnupfen. Leipziger Studenten sollen im 19. Jahrhundert den Zustand nach übertriebenem Zechen mit einer dicken Erkältung verglichen haben.

Dem medizinischen Fortschritt sei Dank wissen wir mittlerweile auch, dass der Kater vermutlich durch ein Abbauprodukt, dem Acetaldehyd, verursacht wird. Allerdings stehen auch die so genannten Fuselalkohole wie Butanol oder Propanol im Verdacht, den Brummschädel auszulösen. Fuselalkohole sind chemisch betrachtet ebenso Alkohole, sie weisen aber eine höhere Giftigkeit auf als Ethanol, dem Trinkalkohol.

Stiftung Warentest empfiehlt …
Was aber nun hilft denn gegen die Folgen ausschweifenden Alkoholkonsums? Ganz oben auf der Liste der Mittel gegen den Kater rangiert bei Stiftung Warentest ein Espresso mit Zitrone. Die Wirkung ist sogar wissenschaftlich belegt. Koffein und Zitronensäure blockieren die Bildung eines Enzyms, das die Freisetzung von Prostaglandinen steuert. Das sind hormonähnliche Substanzen, die bei der Weiterleitung von Schmerzen eine Rolle spielen. Ob der Kaffee-Zitrone-Cocktail dem ohnehin schon arg angeschlagenen Magen noch zuzumuten ist, dass muss allerdings jeder selbst entscheiden.

Mutti fragen
Alternativen werden beispielsweise bei frag-mutti.de seit Juli 2004 heiß diskutiert. Hier streiten sich die Geister unter anderem, ob denn ein Glas Milch, ein „dicker Döner“ oder gar - für ganz Hartgesottene - ein Glas Olivenöl auf ex die Methode der Wahl ist. Allerdings ist von Tipps wie „einfach Weitertrinken“ wohl eher Abstand zu nehmen.

Kräuter und Pillen mit fragwürdiger Wirkung
Natürlich finden sich auch diverse Pillen und Kräuter, die mit vielen Versprechungen über das Internet vertrieben werden. Die Redaktion der Sendung „markt“ vom WDR hat erst kürzlich das Mittel „breakdown“ unter fachkundiger Aufsicht von Prof. Dr. Käferstein getestet, der das Blutalkohollabor am Institut für Rechtsmedizin der Universität Köln leitet. Das Wundermittel soll angeblich den Promilleabbau beschleunigen, mit der Folge, dass auch der Kater entsprechend geringer ausfallen würde. Doch wie schon zu vermuten war: Es hatte keine feststellbare Wirkung. Alles andere ist auch unwahrscheinlich, denn der Alkoholabbau geschieht überwiegend in der Leber und die wandelt stur etwa 0,1 Promille pro Stunde in Acetaldehyd um.

Bereits im Jahre 2005 wurden eine Reihe kommerzieller Mittel, die zur Katerbehandlung vertrieben werden, in einem wissenschaftlichen Übersichtsartikel geradezu vernichtend bewertet: Demnach gebe es bei den untersuchten Katermitteln weder Hinweise für eine wirksame Vorbeugung noch zur Behandlung von Katersymptomen. Da ist man mit der Tasse Kaffee noch besser und preiswerter bedient.

Was wirklich hilft
Folgt man den Empfehlungen von Netdoktor.de so ist das einzige was tatsächlich zu wirken scheint, vorher gut zu essen sowie weniger Alkohol und mehr Alkoholfreies zu trinken. Und wenn es schon zu spät ist, lautet die Devise: Alkoholfreies trinken und gut essen - am besten Salziges wie Rollmops oder Brathering. Guten Appetit!

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