Organversagen durch Ecstasykonsum

29.07.2011

Sie sind selten, aber es gibt sie: Fälle, in denen der Konsum von Ecstasy tödlich endet. Ein neuer in der Fachpresse veröffentlichter Fall eines 19-jährigen Niederländers zeigt, dass Ecstasy alles andere als eine sichere Droge ist.

Übergang von Asphalt zu Kopfsteinpflaster mit großem Schriftzug

Bild: john krempl / photocase.com

Ecstasy ist eine weit verbreitete Partydroge. Das mag einerseits an der stimmungsaufhellenden und aktivierenden Wirkung liegen, vermutlich aber auch an dem verbreiteten Glauben, Ecstasy sei eine relativ sichere Droge, solange sie nur „rein“ ist. Allerdings kann auch der Konsum von reinem MDMA unerwartet tödliche Folgen haben, wie der Fall des jungen Niederländers zeigt.

Der betroffene 19-Jährige wurde mit Krampfanfällen und stark erhöhter Körpertemperatur von 42,5 Grad Celsius (Hyperthermie) in die Notaufnahme eines Krankenhauses in Den Haag eingeliefert. Bei der Ankunft im Krankenhaus war der Patient bereits in ein Koma gefallen. Von einem Freund des jungen Mannes erfuhren die behandelnden Ärztinnen und Ärzte, dass der Patient etwa zwei Stunden zuvor drei Pillen Ecstasy konsumiert hatte. Nach dem Konsum der Pillen hatte er sich in einem normal belüfteten Raum aufgehalten und sich nicht übermäßig körperlich betätigt.

Das Team um den Arzt Herve Vanden Eede bemühte sich zwei Stunden lang vergeblich darum, das Leben des jungen Mannes zu retten. Knapp vier Stunden nach dem Konsum der Pillen versagte schließlich sein Herzkreislaufsystem trotz etlicher Rettungsmaßnahmen. Als Todesursache wurde ein Kaliumüberschuss im Blut (Hyperkaliämie) ausgemacht. Kalium ist auf Ebene der Zellen im menschlichen Körper unter anderem für die Steuerung der Muskeltätigkeit verantwortlich. Die Freisetzung von Kalium, das sich normalerweise überwiegend innerhalb der Zellen befindet, kann zu einem Stillstand des Herzmuskels führen.

Bei dem 19-Jährigen Patienten wurde der Kaliumüberschuss im Blut vermutlich durch eine Zerstörung von Muskelfasern verursacht (Rhabdomyolyse), die wiederum durch die sehr hohe Körpertemperatur entstanden ist. Zusätzlich zeigten sich auch Anzeichen eines akuten Nierenversagens und einer Verstopfung von Blutgefäßen durch Blutgerinnung. In einer anschließenden toxikologischen Analyse fand man MDMA, aber keine weiteren Drogen im Blut. Die Pillen enthielten offensichtlich nur MDMA.

Das Team der behandelnden Ärztinnen und Ärzte betont in dem Fachartikel, das Todesfälle durch den Konsum von Ecstasy eher selten sind. Der beschriebene Fall macht jedoch deutlich, dass auch der Konsum von reinem MDMA immer unkalkulierbare Risiken beinhaltet.

Quelle:
Vanden Eede, H., Montenij, L, Touw, D, Norris, E. (2009). Rhabdomyolysis in MDMA intoxication: a rapid and underestimated killer. 'Clean' ecstasy: a safe party drug? J Emerg Med. 2009 Jun 3. doi:10.1016/j.jemermed.2009.04.057. Zusammenfassung

Webanalyse / Datenerfassung

Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.