Reduzierte Gehirnaktivierung bei starkem Cannabiskonsum

26.02.2025

Eine aktuelle Studie zeigt auf: Gehirnareale, die zum Arbeitsgedächtnis gehören, sind bei jungen Menschen mit starkem Cannabiskonsum weniger aktiv.

Bild: DDRockstar / stock.adobe.com

Wer drei mal acht minus fünf im Kopf ausrechnen kann und sich am Ende dieses Satzes, ohne zurückzuschauen, noch daran erinnert, welches das dritte Wort war, hat vermutlich ein gutes Arbeitsgedächtnis. Ob beim Lesen eines Textes, beim Kopfrechnen oder beim Nachdenken über ein Problem, ständig brauchen wir unser Arbeitsgedächtnis.

Cannabiskonsum steht seit längerem im Verdacht, die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu mindern. Eine Studie aus den USA hat das Arbeitsgedächtnis und andere Hirnleistungen von über 1.000 Personen untersucht. Die Teilnehmenden waren zwischen 22 und 36 Jahre alt. Die meisten Versuchspersonen hatten kaum Erfahrung mit Cannabis. Ein Teil der Beteiligten hatte jedoch schon 1.000-mal und häufiger im Leben gekifft.

Hohe Dichte an Cannabinoidrezeptoren in Bereichen des Arbeitsgedächtnisses

Studienleiter Joshua Gowin und sein Team gaben allen Teilnehmenden Aufgaben, mit denen das Arbeitsgedächtnis und andere Hirnleistungen untersucht wurden. Während dieser Aufgaben lagen die Versuchspersonen in der Röhre eines Magnetresonanztomographen. Mit diesem bildgebenden Verfahren konnten die Forschenden den Teilnehmenden gewissermaßen beim Denken ins Gehirn schauen.

Die MRT-Aufnahmen zeigten, dass 63 Prozent der Personen mit starkem Cannabiskonsum eine geringere Aktivierung in Gehirnarealen aufwiesen, die für das Arbeitsgedächtnis zuständig sind. In den betreffenden Regionen gäbe es nach Aussage der Forschenden eine hohe Dichte an Cannabinoidrezeptoren.

Mehrwöchige Abstinenz vor anspruchsvollen Denkaufgaben sinnvoll

Ihre Studie könne zwar nicht belegen, dass Cannabiskonsum die Ursache für die verringerte Gehirnaktivität ist, Gowin und sein Team mahnen jedoch, dass stark konsumierende Personen die Ergebnisse ernst nehmen sollten.

So sei es besser, vor intellektuell fordernden Tätigkeiten wie Prüfungen auf Cannabis zu verzichten. Eine exakte Dauer, ab wann die Gehirnaktivität sich normalisiert, sei zwar schwierig zu definieren. Studien hätten aber zeigen können, dass die Nachwirkungen starken Cannabiskonsums auf die geistige Leistungsfähigkeit noch etwa zwei bis vier Wochen andauern. Mindestens einen Monat aufs Kiffen zu verzichten, wäre demzufolge ratsam.

Wer auf Cannabis zeitweilig oder auch dauerhaft verzichten möchte, kann dafür das Programm Quit the Shit nutzen. Die Beratung ist kostenlos und weitestgehend anonym nutzbar.

 

Quellen:

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