Mischkonsum - Konsumberichte und Expertenkommentare

Konsumbeschreibungen zu der Konsumkombinationen:
Speed - Alkohol

Hinweis: Die hier dargestellten authentischen Konsumentenberichte dienen der Aufklärung über die Risiken des Mischkonsums. Sie stellen keine Anleitung oder Aufforderung zum Konsum illegaler Drogen dar. (Allgemeine Nutzungsbedingungen)


Erfahrungsberichte

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Beschreibung des Mischkonsums von:

Alter: 20 Jahre,
Konsumort: Musikfestival

Es war ca. 2.00 Uhr nachts. Ich hatte im Laufe des Tages mehrere Flaschen Bier getrunken, war also zu dieser Uhrzeit schon leicht besoffen. Ich sprach mit einem der Mitcamper über allgemeine Erfahrungen mit Drogen. In diesem Zusammenhang erfuhr ich, dass einige andere Leute Speed dabei hatten. Als ich etwas später von der Toilette zurückkam, waren die anderen schon dabei, das Speed zu zerbröseln. Ich hatte schon von verschiedenen Leuten gehört, dass die Wirkung von Speed sehr gut und relativ harmlos (so wie fünf Tassen Kaffee) sein soll. Deshalb sagte ich spontan ja, als mir eine Line angeboten wurde. Danach ging ich noch auf eine Party. Ich kann nicht genau sagen, ob die Line bei mir eine nennenswerte Wirkung hatte. Ich fühlte mich relativ gelöst und energiegeladen, doch das war vor dem Speed eigentlich auch schon so. Ich hatte ca. 1 1/2 h später auch keine Probleme einzuschlafen. Ich würde später im gegebenen Rahmen eventuell auch noch mal mehr Speed konsumieren.

Negative Erfahrungen:

Ich spürte recht lange ein kratziges Gefühl in der Nase und im Rachen, ähnlich wie bei Schnupftabak, dass mich aber nicht weiter behinderte. Die Wirkung kam mir so schwach vor, dass ich auch keine negativen Begleiterscheinungen beobachtete. Ich konnte kurze Zeit später schlafen und war am nächsten Tag in recht guter Verfassung.


Expertenkommentare zu diesem Fall

Kommentar von Prof. Dr. med. Rainer Thomasius

Im geschilderten Fall scheinen die subjektiven Wirkungen des Alkoholrausches durch zusätzlichen Amphetaminkonsum nicht beeinflusst worden zu sein. Ob dies evtl. durch eine geringe Amphetaminkonzentration oder anders bedingt ist, können wir nicht eindeutig klären.

Zu erwarten wäre eine größere Wachheit und ein Abnehmen des Trunkenheitsgefühls, gegebenenfalls zusätzlich auch eine Zunahme des subjektiven Kontrollempfindens. Das beschriebene Missempfinden in Nase und Rachen ist eine typische Folgeerscheinung des nasalen Konsums. Bei regelmäßigem Konsum können Schleimhautdefekte hervorgerufen werden.

Der Einschätzung des Konsumenten, Speed sei eine harmlose Droge, wollen wir hier aber entgegentreten, da wir in der Drogenambulanz bei unseren Patienten immer wieder Panikattacken, Depressionen und in seltenen Fällen auch Psychosen in Zusammenhang mit der Einnahme von Speed feststellen.

Kommentar von Priv. Doz. Dr. med. Leo Hermle

Alkohol führt generell zu einer Wirkungsverstärkung von Speed bzw. Pep, sodass das Risiko einer gefährlichen Vergiftung und körperlicher und seelischen Komplikationen stark erhöht wird!

Durch den kombinierten Alkohol-Speedkonsum wird zudem das Risiko einer Psychose bzw. einer Depression erhöht. Es können gefährliche Komplikationen wie Herzversagen, Hirnblutungen, Krampfanfälle entstehen. Die Einnahme von Speed führt zu einem „high“-Gefühl mit Unterdrückung von Schlaf, Müdigkeit und des Hungergefühls. Körperlich kommt es zu schnellem Puls, erhöhtem Blutdruck, Schwitzen. Im Rahmen der akuten Speedwirkung kommt es auch häufig zu ängstlicher Anspannung, Unruhe, bei höherer Dosis auch zu Psychosen, massiven Ängsten und Kreislaufkollaps.

Häufiger Konsum von Speed führt einerseits zu Toleranz mit der Notwendigkeit immer höhere Dosen einzunehmen, andererseits kann es auch zu einer zunehmenden Empfindlichkeit des Nervensystems kommen, sodass vor allem die negativen Wirkungen sich bei kleinen Dosen immer stärker hervortreten.


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