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Drugcom: Aktuelles: Botulismus bei injizierenden Drogengebrauchern

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09.01.2015

Botulismus bei injizierenden Drogengebrauchern

Das Robert-Koch-Institut informiert aufgrund aktueller Fälle über Wundbotulismus bei Drogengebrauchern.

Aufgezogene Spritze und dreckiger Löffel auf schmutzigem Untergrund

Bild: © INFINITY / Fotolia.com

In Norwegen gibt es einen diagnostizierten Fall von Wundbotulismus sowie zwei weitere Verdachtsfälle in Schottland. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermutet eine verunreinigte Charge Heroin, weshalb eine Gefährdung auch in anderen Ländern nicht auszuschließen sei.

Das Krankheitsbild des Wundbotulismus wird durch Toxine, also giftige Stoffe verursacht, die das Bakterium Clostridium botulinum produziert. Sporen des Bakteriums sind in Erdstaub weit verbreitetet. Wie die Sporen in das Heroin gelangen konnten, lässt sich meist jedoch nicht ermitteln. Vorstellbar sei laut RKI eine Verunreinigung beim Transport, durch das Zusetzen von Strecksubstanzen oder bei der Zubereitung des Heroins über andere Quellen wie Lösemittel oder verunreinigte Spritzbestecke.

Wird die mit den Sporen des Bakteriums verunreinigte Droge unter die Haut oder ins Muskelgewebe gespritzt, können sich die Bakterien dort vermehren. Das gebildete Toxin löst etwa 4 bis 14 Tage nach Infektion das Krankheitsbild aus. Neben den lokalen Symptomen einer schweren Wundinfektion besteht das Krankheitsbild typischerweise aus Hirnnervenlähmungen, Doppelbildern, einseitig oder beidseitig herabhängenden Augenlidern, Schluck- und Atemstörungen bis hin zur Atemlähmung.

Schnelle Behandlung erforderlich

Beim ersten Auftreten von Symptomen ist eine schnelle Behandlung gefragt. Das Botulinum-Antitoxin ist nur in den ersten 24 Stunden wirksam. Die weitere Behandlung besteht aus einer chirurgischen Wundversorgung sowie der Gabe eines Antibiotikums.

Bereits im Jahr 2005 hat es eine Häufung von Wundbotulismus bei injizierenden Drogengebrauchern in Nordrhein-Westfalen gegeben. 2012 gab es auch Fälle von Milzbrand bei Heroinkonsumierenden in Deutschland und Schottland.

Quelle:
Robert-Koch-Institut

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