Alkoholmissbrauch verursacht Milliardenschäden

17.06.2003

Dass übermäßiger Konsum von Alkohol gravierende gesundheitlichen Schäden nach sich ziehen kann, ist seit langem bekannt. Nun haben zwei Berliner Wissenschaftler hochgerechnet, welche volkswirtschaftlichen Kosten dadurch entstehen.

Die Sozialwissenschaftler Kerstin Horch und Eckardt Bergmann kommen im Rahmen ihrer Studie zu der These, dass der Alkoholmissbrauch in Deutschland volkswirtschaftliche Schäden von jährlich mindestens 20 Milliarden Euro verursacht. Grundlage der Berechnung sind Statistiken, beispielsweise zu Todesursachen, Krankendiagnosen oder zur Arbeitsunfähigkeit.

Demnach entfallen 7,9 Milliarden Euro auf die direkten Kosten der Behandlung alkoholkranker Menschen (z. B. Suchtentwöhnung) sowie auf Sachschäden, die unter Einfluss von Alkohol verursacht werden (z. B. Straßenunfälle). Der größte Anteil - 12,7 Milliarden Euro - geht auf indirekte Kosten zurück, die dadurch entstehen, dass krankheitsbedingt Güter und Dienstleistungen nicht erzeugt werden können (z. B. aufgrund von Arbeitsunfähigkeit oder vorzeitigem Tod).

Der Hauptteil der Kosten wird allerdings von Männern verursacht: Männer befinden sich durchschnittlich 14 Tage länger in der Rehabilitation (vor allem Entwöhnung) und weisen eine wesentliche höhere Sterblichkeit auf als Frauen.

Die Forscher weisen aber auch darauf hin, dass es sich zum größten Teil um Schätzzahlen handelt, wobei man eher von einer unteren Schätzung ausgehen müsse.

Quelle:

Horch, K. & Bergmann, E. (2002). Kosten alkoholassoziierter Krankheiten - Schätzungen für Deutschland. Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung. Berlin: Robert Koch Institut.

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