Home > News > Aktuelle Meldungen > Ecstasy kann lebensbedrohliches Leberversagen auslösen
25.02.2026
Eine Überdosis des Ecstasy-Wirkstoffs MDMA kann ein lebensbedrohliches Leberversagen nach sich ziehen, wie ein Fallbericht aus Portugal aufzeigt.

Bild: Caiaimage/Martin Barraud / iStock.com
Er hat überlebt, das vorweg. Aber es war knapp. Ein 22-Jähriger kollabierte nach dem Konsum von Ecstasy. Das behandelnde Ärzteteam hat den Fall in einem Fachmagazin veröffentlicht, um auf das seltene, aber lebensbedrohliche Leberversagen durch Ecstasykonsum hinzuweisen.
Der 22-Jährige erlitt nach dem Konsum von Ecstasy einen schweren epileptischen Anfall, einen so genannten tonisch-klonischen Anfall. Der Anfall beginnt mit einer tonischen Phase, in der sich die Muskulatur versteift und Betroffene das Bewusstsein verlieren. In der anschließenden klonischen Phase krampft und zuckt ihr ganzer Körper.
Da die Körpertemperatur des 22-Jährigen lebensbedrohliche 43 Grad Celsius erreichte, wurden stark kühlende Maßnahmen eingeleitet. Sein Zustand verschlechterte sich allerdings weiter. Infolge der stark erhöhten Körpertemperatur entwickelte er eine massive Rhabdomyolyse. Dabei zerfallen Muskelfasern, geraten in die Blutbahn und können akutes Nierenversagen verursachen. Sein Blut musste daher fortlaufend maschinell gereinigt werden.
Den Blutwerten zufolge steuerte der 22-Jährige dennoch auf ein akutes Leberversagen hin. Das Ärzteteam fahndete nach möglichen Ursachen wie Viren oder andere Vorerkrankungen, wurde aber nicht fündig. Als einzige Erklärung verblieb eine hohe Konzentration MDMA, dem Hauptwirkstoff von Ecstasy, in seinem Blut.
Am fünften Tag der intensivmedizinischen Behandlung war seine Leber schließlich in so schlechtem Zustand, dass nur noch eine Transplantation das Leben des jungen Mannes retten konnte. Nach der Lebertransplantation verbesserte sich auch die Nierenfunktion. Einige Wochen später konnte er das Krankenhaus verlassen.
Erstautorin Maria Batista und ihr Team vermuten, dass der 22-Jährige ein Serotonin-Syndrom erlitt, ausgelöst durch eine hohe Dosis MDMA. Das habe zu einer schweren Stoffwechselstörung des gesamten Körpers geführt, was schließlich das Leberversagen zur Folge hatte.
Derartige Fälle sind zwar selten, Überdosierungen mit MDMA haben in der Vergangenheit aber auch zu Todesfällen geführt. Ursache können unbeabsichtigt hohe Dosen in Ecstasypillen sein oder individuell überempfindliche Reaktionen auf den Wirkstoff. Das behandelnde Ärzteteam betont, dass in Fällen wie dem Beschriebenen schnelle Hilfe wichtig ist. Dazu zählen vor allem kühlende Maßnahmen und Blutwäsche sowie final auch die Transplantation der Leber.
Quellen:
Hintergründe bei Todesfällen durch Stimulanzien und Opioide (27.02.2024)
Drogenkonsum in der Jugend beeinflusst Nervenwachstum (04.06.2024)
Frühe Anzeichen einer Psychose stehen mit Drogenkonsum in Zusammenhang (19.03.2024)
Der Einfluss des Zeitpunkts beim Mischkonsum von Cannabis und Alkohol (06.05.2025)
Geistige Anstrengung kann Lust auf Ungesundes fördern (03.12.2024)Webanalyse / Datenerfassung
Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.