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02.10.2024
Ein 31-Jähriger litt nach mehrjährigem Ketaminkonsum unter starken Bauchschmerzen. Erst die Abstinenz von Ketamin brachte Linderung.

Bild: simplytheyu /iStock.com
Mit Rückenschmerzen fing es an. Als der 31-Jährige in die Notfallambulanz kam, klagte er über starke Schmerzen im Rücken und einem Gefühl der Enge in der Brust. Medizinische Untersuchungen ergaben aber keine körperliche Erkrankung als Erklärung für die Symptome. Zwar berichtete er dem medizinischen Personal von seinem Ketaminkonsum, ein Zusammenhang mit den Schmerzen wurde jedoch nicht in Betracht gezogen. Der 31-Jährige wurde daraufhin mit Schmerzmitteln aus dem Krankenhaus entlassen.
Schon seit über drei Jahren konsumierte der Mann Ketamin. Erst schnupfte er die Droge. Zuletzt spritzte er sich das Ketamin in den Muskel. Damit machte er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus weiter. Doch schon einen Tag später wanderte der Schmerz aus dem Rücken in den Bauch. Jede Nacht weckten ihn starke Bauchschmerzen. Wenn er etwas aß, wurden die Schmerzen schlimmer. Fünf Tage nach seinem ersten Klinikbesuch begab er sich wieder in die Notaufnahme.
Dort wurde er erneut eingehend untersucht. Doch weder durch eine Untersuchung mit dem Computertomographen noch mit Ultraschall ließ sich eine organische Ursache für seine Bauchschmerzen finden. Wieder wurde er mit Schmerzmitteln entlassen, ohne dass sein Ketaminkonsum problematisiert wurde.
Daraufhin begann der 31-Jährige selbständig im Internet zu recherchieren und wurde auf der Foren-Website Reddit fündig. Dort fand er Hinweise auf so genannte „K Cramps“, zu Deutsch „K-Krämpfe“. User beschrieben den Schmerz, als würde jemand die Organe zerquetschen oder als ob ein heißes Messer in den Rücken und bis zur Bauchvorderseite getrieben würde. Die Empfehlungen im Forum lauteten: heiße Bäder und Konsumabstinenz.
Der 31-Jährige folgte den Empfehlungen. Bereits nach 24 Stunden ließen die Schmerzen nach. Drei Tage später nahm er seinen Ketaminkonsum allerdings wieder auf, woraufhin auch die starken Bauchschmerzen aufflammten. Nach weiteren zwei Tagen setzte er die Droge erneut ab und begab sich in suchttherapeutische Behandlung. 30 Stunden nach dem Absetzen von Ketamin ließen auch die Schmerzen nach. Der 31-Jährige informierte schließlich das Team der Notfallambulanz, um es über die eigentliche Ursache der Bauchschmerzen aufzuklären.
Das Ärzteteam hat den Fall in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Bislang sei nur wenig über „K Cramps“ als eine Folge von Ketaminkonsum in der Fachliteratur berichtet worden. Insbesondere in der Notfallbehandlung solle bei Bauchschmerzen mit unklarer Ursache Ketaminkonsum in Betracht gezogen werden. Denn die einzige wirksame Behandlung sei die Abstinenz von Ketamin.
Quelle:
Avra, T., Torres, J., Vasudevan, K. F. & Samuels, E. A. (2024). “K Cramps,” Recurrent Abdominal Pain in a Patient with Chronic Ketamine Use: A Case Report. Clinical Practice and Cases in Emergency Medicine, 8(3), https://doi.org/10.5811/cpcem.19431
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