Home > News > Aktuelle Meldungen > Täglicher Cannabiskonsum steht mit Herzinfarkt und Schlaganfall in Zusammenhang
08.05.2024
Eine große Gesundheitsstudie aus den USA weist auf einen Zusammenhang zwischen täglichem Kiffen und Herz-Kreislauferkrankungen hin.

Bild: AndreyPopov / iStock.com
Plötzlich wurde ihm schwindelig. Sein linker Arm und sein linkes Bein wurden ganz schlapp, seine Aussprache undeutlich. Ein 34-Jähriger erlitt einen Schlaganfall, während er kiffte. 1991 hat die Ärztin Sally B. Zachariah diesen und einen weiteren Fall in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. In beiden Fällen handelte es sich um Männer, die seit Jahren stark Cannabis konsumierten. Zachariah konnte nur Vermutungen anstellen, dass der intensive Cannabiskonsum Auslöser für den Schlaganfall gewesen sein könnte. Wenige vergleichbare Fälle waren zum damaligen Zeitpunkt bekannt.
Die Datenlage ist nun eine andere. Ein Forschungsteam um Studienleiter Abra M. Jeffers hat aktuell eine Studie veröffentlicht, in der es die Gesundheitsdaten von über 400.000 Erwachsenen in den USA ausgewertet hat. Den Analysen zufolge gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen täglichem Cannabiskonsum und Herzkreislauferkrankungen, zu denen vor allem Herzinfarkt und Schlaganfall zu zählen sind.
Die große Stichprobe hat es möglich gemacht, kleine Untergruppen näher zu untersuchen. So hat das Team nachweisen können, dass auch Cannabiskonsumierende, die noch nie Tabak geraucht oder E-Zigaretten konsumiert haben, ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall haben. Zudem hat das Team eine Reihe weiterer bekannter Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen berücksichtigt, darunter Alkoholkonsum, Übergewicht, Diabetes und körperliche Inaktivität. Cannabis, so das Forschungsteam, sei ein „unabhängiger Faktor“, also auch dann schädlich für das Herz-Kreislaufsystem, wenn keine weiteren bekannten Risikofaktoren vorliegen.
Zwar kann die Studie nicht belegen, dass Cannabis Herzinfarkte und Schlaganfälle verursacht. Nach Aussagen der Forschenden sei der umgekehrte Fall allerdings wenig wahrscheinlich. Für eine ursächliche Wirkung des Kiffens spricht auch eine Dosis-Wirkungs-Beziehung: Je mehr die Befragten kifften, desto höher war ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.
Damit bestätigt die vorliegende Studie Ergebnisse einer anderen Untersuchung aus Kanada, der zufolge die Diagnose einer Cannabisabhängigkeit die Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauferkrankungen um 60 Prozent erhöht. Die Forschenden aus Kanada vermuten unter anderen einen Einfluss des Endocannabinoid-Systems, das im gesamten Herz-Kreislaufsystem eine Rolle spielt.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
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