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19.12.2014
Bei weihnachtlichem Kerzenschein mal so richtig Einen durchziehen, das kann böse enden. Kiffen verändert die Wahrnehmung und verlangsamt die Reaktionsgeschwindigkeit. Im Falle von Feuer kann das schwere Verbrennungen nach sich ziehen.

Bild: Seleneos / photocase.com
Ein lauter Knall hat die gesamte Nachbarschaft geweckt. In einem Reihenhaus in Birmingham, England, hatte sich im September eine gewaltige Gasexplosion ereignet, bei der ein 30-jähriger Mann schwere Verbrennungen davontrug. Als wäre das nicht schon schlimm genug für ihn, wurde er noch im Krankenhaus von der Polizei festgenommen, weil eine Cannabisplantage in seinem Haus entdeckt wurde. Auch wenn dies sicherlich ein besonderer Fall ist, einer aktuellen Studie zufolge sind Verbrennungen bei Cannabiskonsumierenden gar nicht so selten.
Bislang war das Thema Cannabis und Verbrennungen kaum erforscht. Ein US-amerikanisches Ärzteteam wollte Licht ins Dunkel bringen und hat sich einen riesigen Datensatz vorgenommen. Über 112.000 Patientinnen und Patienten, die zwischen 2002 und 2011 mit Verbrennungen im Krankenhaus behandelt wurden, sind in die Studie einbezogen worden. Von 17.080 Personen lagen zudem Daten eines Drogenscreenings vor.
Die Auswertung weist einen deutlichen Anstieg der Patientinnen und Patienten mit Verbrennungen auf, die positiv auf Cannabis getestet wurden. 2002 wurden 6 Prozent alle Opfer von Verbrennungen, von denen ein Drogenscreening vorlag, positiv auf Cannabis getestet, 2011 waren es 27 Prozent. Zwar hat die Verbreitung des Cannabiskonsums in den USA in dieser Zeit ebenfalls zugenommen, der Konsum in den letzten 12 Monaten stieg aber nur von 6,2 auf 7 Prozent.
Patientinnen und Patienten mit Verbrennungen, die positiv auf Cannabis getestet wurden, hatten zudem größere Verbrennungen, mussten häufiger operiert werden und mussten länger im Krankenhaus verbleiben.
Warum es zu dem Anstieg gekommen ist, dazu liefert die Studie keine Antworten. Über die näheren Umstände der Unfälle ist ebenfalls nichts bekannt. Die Autoren verweisen aber darauf, dass durch die typischen Effekte von Cannabis sowohl die Wahrnehmung als auch die motorische Kontrolle beeinträchtigt werden. Die Wirkungen von Cannabis könnten somit generell zu einer erhöhten Unfallgefahr beitragen.
Quelle:
Jehle, C. C., Nazir, N. & Bhavsar, D. (2014). The Rapidly Increasing Trend of Cannabis Use in Burn Injury. Journal of Burn Care & Research, DOI: 10.1097/BCR.0000000000000192.
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