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Drugcom: Archiv: Alkohol und Cannabis erhöhen Risiko für Fahrradunfall

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News-Archiv


Archiv Jahr 2014


03.10.2014

Alkohol und Cannabis erhöhen Risiko für Fahrradunfall

Bekifft oder betrunken Auto zu fahren, ist nie eine gute Idee. Stattdessen aufs Fahrrad umzusatteln, macht die Sache nicht besser. In einer Studie aus Kanada konnte nachgewiesen werden, dass sowohl Alkohol als auch Cannabis das Risiko für einen Fahrradunfall deutlich erhöhen.

Fahrradfahrer stürzt vor Sonnenuntergang vom Rad

Bild: © crazymedia / fotolia.com

Viele junge Menschen sind vermutlich auch auf dem Fahrrad unterwegs, wenn sie Cannabis konsumiert oder Alkohol getrunken haben. Was hierbei gerne ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass auch auf dem Fahrrad schwere Unfälle passieren können. Doch wie gefährlich ist es wirklich, mit Alkohol oder Cannabis im Blut Fahrrad zu fahren?

Mark Asbrigde und sein Team haben zu dieser Frage eine Fall-Kontroll-Studie durchgeführt, an der drei Unfallkliniken beteiligt waren. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren wurden Personen, die aufgrund eines Fahrradunfalls in einer der Kliniken eingewiesen wurden, nach dem Zufallsprinzip zur Teilnahme an der Studie gebeten. 393 Personen gaben bereitwillig Auskunft, etwas weniger als die Hälfte von ihnen gab auch eine Blutprobe ab.

Die Patientinnen und Patienten dienten zugleich als Kontrollgruppe. Hierzu wurden die Teilnehmenden dazu befragt, ob und wie oft sie in der Vergangenheit Alkohol- und Cannabis konsumiert haben und wie oft sie in dieser Zeit unter dem Einfluss der Substanzen Fahrrad gefahren sind.

Unfallrisiko bei Cannabis mehr als verdoppelt

Die Auswertung machte deutlich, dass viele Teilnehmenden zum Zeitpunkt des Fahrradunfalls unter dem Einfluss von Cannabis oder Alkohol standen. Jeweils 15 Prozent hatten zugegeben, vorher gekifft oder Alkohol getrunken zu haben. Wurden nur Personen herangezogen, die auch Blutproben abgegeben haben, so konnte sogar bei 29 Prozent der Cannabiswirkstoff THC und bei 22 Prozent Alkohol im Blut nachgewiesen werden.

Der Vergleich mit den Kontrollperioden ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Fahrradunfall sich um das 2,4-fache erhöht, wenn die Personen vorher gekifft hatten. Wenn sie Alkohol getrunken hatten, war das Unfallrisiko sogar um das 4-fache höher als unter nüchternen Bedingungen.

Damit konnte nachgewiesen werden, dass Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ein erhöhtes Unfallrisiko eingehen, wenn sie Cannabis konsumieren oder Alkohol trinken. Abgesehen davon, riskieren bekiffte oder betrunkene Radler, ihren Auto- oder Motorradführerschein zu verlieren, sofern sie einen haben. Dies gilt insbesondere, wenn Alkohol und Cannabis gleichzeitig im Blut nachgewiesen werden.

Quelle:
Asbridge, M., Mann, R., Cusimano, M. D., Tallon, J. M., Pauley, C., & Rehm, J. (2014). Cycling-related crash risk and the role of cannabis and alcohol: a case-crossover study. Preventive medicine, 66, 80-86.

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