Cannabis verändert Belohnungszentrum im Gehirn

13.07.2006

Die These von der „Einstiegsdroge“ Cannabis schien bereits zu den Akten überholter wissenschaftlicher Aussagen gelegt worden zu sein. Doch eine aktuelle Studie einer schwedischen Forschungsgruppe hat Ergebnisse auf der Grundlage von Rattenexperimenten hervorgebracht, die diese Diskussion erneut anheizen könnten. So haben Wissenschaftlerinnen des Karolinska Instituts in Stockholm herausgefunden, dass Ratten, die in jungen Jahren Cannabis verabreicht bekommen, später anfälliger werden für den Konsum von Heroin.

Die Wissenschaftlerinnen um Forschungsleiterin Maria Ellgren spritzen jungen Ratten alle drei Tage insgesamt acht Mal eine THC-Lösung. Die Nager waren in einem Alter, das dem eines Jugendlichen entsprechen soll. Einer Kontrollgruppe von Ratten wurde kein THC verabreicht. Anschließend wurden beide Rattengruppen darauf trainiert, sich über einen Hebelmechanismus Heroin selber zu verabreichen. Dabei zeigte sich, dass zwar beide Rattengruppen eine Heroinabhängigkeit entwickelten, die zuvor mit THC behandelten Ratten steigerten aber die Dosis, so dass sie zwei Drittel mehr Heroin verbrauchten als die Ratten, die zuvor kein THC bekommen hatten.

In einer Untersuchung der Rattenhirne wurden zudem Veränderungen im Belohnungszentrum des Gehirns festgestellt. Dabei zeigte sich eine erhöhte Konzentration von Opioidrezeptoren, das sind die Andockstellen für körpereigene Opiate. Damit sei bewiesen, dass früher Cannabiskonsum biologische Veränderungen und eine erhöhte Anfälligkeit für den Konsum von Opiaten wie Heroin nach sich ziehen, so die Forscherinnen. Sie weisen darauf hin, dass das Belohnungszentrum des Nagetierhirns in seiner Funktion vergleichbar sei mit dem von Menschen.

Siehe auch News: „Cannabis doch Einstiegsdroge?“ vom 08.03.2006

Quellen:
Ellgren, M., Spano, S. M. & Hurd, Y. (2006). Adolescent Cannabis Exposure Alters Opiate Intake and Opioid Limbic Neuronal Populations in Adult Rats. Neuropsychopharmacology, 32, 607-615. Fulltext

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