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04.09.2019
Wer Cannabis konsumiert, trinkt meist auch Alkohol, manchmal sogar beides gleichzeitig. Einer US-Studie zufolge schauen junge Erwachsene mit Mischkonsum generell tiefer ins Glas, als Personen, die nicht kiffen.

Bild: madochab / photocase.de
Manche Männer trinken 10 Gläser Alkohol und mehr bei einer Gelegenheit. Als hochintensiven Alkoholkonsum bezeichnen Studienleiterin Ashley Linden-Carmichael und ihr Team diese Form des besonders gefährlichen Rauschtrinkens. Bei Frauen liegt die Grenze bei 8 Gläsern. Umgangssprachlich kann hier wohl eher von Komasaufen gesprochen werden. In der Studie mit US-amerikanischen jungen Erwachsenen konnte gezeigt werden, dass Personen, die Cannabis und Alkohol konsumieren, vergleichsweise häufig zu dieser extremen Form des Alkoholkonsums neigen.
Das Forschungsteam hat 1.035 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren zu ihrem Alkohol- und Cannabiskonsum befragt. Von den Befragten gaben 42 Prozent an, nur Alkohol zu trinken. 57 Prozent hatten mindestens einmal in den letzten zwölf Monaten Alkohol und Cannabis zur gleichen Zeit konsumiert. Lediglich 2 Prozent der Befragten konsumierten Cannabis, tranken aber keinen Alkohol. Es verblieben 1.017 Personen mit Alkoholkonsum, die in die Analyse eingegangen sind.
Die Auswertung hat gezeigt, dass Personen mit Mischkonsum dem Alkoholtrinken generell stärker zugewandt zu sein scheinen, als Personen, die nur Alkohol trinken. Wer Cannabis und Alkohol gleichzeitig konsumiert, trinkt nicht nur häufiger Alkohol, sondern auch höhere Mengen. In einer typischen Woche trinken diese Personen in Schnitt dreimal mehr als jene, die kein Cannabis konsumieren. 84 Prozent der Personen mit Mischkonsum waren männlich. Unter den Nur-Alkohol-Trinkenden waren Männer mit 46 Prozent hingegen in der Minderheit.
Extrem hohe Mengen, wie eingangs beschrieben, haben immerhin 7 Prozent der Nur-Alkohol-Trinkenden mindestens einmal in den letzten drei Monaten in sich reingeschüttet. Mit 25 Prozent haben allerdings mehr als dreimal so viele Personen mit Mischkonsum dieses besonders riskante Trinkverhalten gezeigt.
Der hohe Alkoholkonsum bleibt nicht ohne Folgen. Wer Cannabis und Alkohol konsumiert, hat mehr alkohol-bezogene Probleme wie beispielsweise Blackouts, Auseinandersetzungen mit anderen Menschen oder ist häufiger unter dem Einfluss von Alkohol hinterm Steuer. Das Risiko für negative Konsequenzen scheint den Ergebnissen zufolge umso stärker zuzunehmen, je häufiger die Personen Cannabis und Alkohol gemeinsam konsumieren.
Die Forscherinnen betonen, dass sich die Prävention des Suchtmittelkonsums daher weniger auf einzelne Substanzen als vielmehr auf den Mischkonsum konzentrieren sollte, da dieser nicht nur vergleichsweise häufig vorkomme, sondern auch mit erhöhten Risiken verbunden sei.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
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