Home > News > Aktuelle Meldungen > Coronavirus: Drogenkonsumierende zählen zu den Risikogruppen
01.04.2020
Das neuartige Coronavirus betrifft alle Menschen, vor allem aber gesundheitlich vorbelastete. Wer Drogen konsumiert, könnte ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben.

Bild: qunamax / istockphoto.com
Schätzungen zufolge werden sich bis zu 70 Prozent der Menschen in Deutschland in der nächsten Zeit mit dem neuartigen Corona-Virus anstecken. Häufigste Krankheitszeichen sind Husten und Fieber. Andere Symptome sind Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Bei den meisten Menschen verläuft die als COVID-19 bezeichnete Erkrankung eher milde bis moderat. Eine Infektion kann sogar völlig unbemerkt ablaufen. Es sind aber auch schwere Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod möglich.
Generell haben Raucherinnen und Raucher sowie ältere Menschen ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Zu den Risikogruppen zählen auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs, eine chronische Erkrankung der Leber oder der Lunge.
Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) macht in einer Publikation darauf aufmerksam, dass auch Drogenkonsumierende mitunter ein erhöhtes Infektionsrisiko haben können und stärker gefährdet sind für einen schweren Krankheitsverlauf.
Ein erhöhtes Infektionsrisiko ergibt sich beispielsweise dadurch, dass Drogenkonsumierende oftmals engen Kontakt untereinander haben. Insbesondere wenn sie sich ihre Droge teilen, sei es ein Joint, eine Wasserpfeife, eine Spritze oder anderes Equipment, besteht ein erhöhtes Risiko, dass sie sich gegenseitig mit dem neuartigen Coronavirus anstecken.
Drogenkonsumierende sind auch häufiger durch Vorerkrankungen betroffen. So leiden Personen, die Heroin oder Crack rauchen, häufiger unter der Lungenkrankheit COPD. Bei COPD ist die Lunge dauerhaft geschädigt und die Atemwege sind verengt. An COPD erkrankte Menschen leiden daher schneller unter Atemnot.
Bei Drogenkonsumierenden kann auch das Herz-Kreislaufsystem bereits vorgeschädigt sein. Dies gilt besonders für Kokainkonsumierende und Personen, die sich ihre Droge spritzen. Andere Vorerkrankungen wie eine Infektion mit dem HI-Virus oder mit Hepatitis-Viren können zudem das Immunsystem schwächen.
Die EMCDDA warnt darüber hinaus davor, dass Konsumierende von Opioiden ein erhöhtes Risiko für eine Überdosis haben. Der Grund: Opioide wie Heroin wirken sich dämpfend auf den Organismus aus. Die Atmung kann sich bei einer Überdosis bis zum Atemstillstand verlangsamen. Da die Lungenerkrankung COVID-19 ebenfalls zu Atemproblemen führt, ist das Risiko eines Atemstillstands erhöht.
Aktuell sind alle Menschen dazu aufgefordert, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander zu wahren, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Die EMCDDA empfiehlt Drogenkonsumierenden jedoch, besonders streng auf den nötigen Abstand zu anderen Menschen zu achten. Bei weiteren Fragen können sich Drogenkonsumierende an eine Suchtberatungsstelle oder an die Online-Beratung von drugcom.de wenden.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.