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30.10.2003
Kein Scherz: Brasilianische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kaffee und Cannabis Spermien beschleunigen. "Bekiffte" Spermien verausgaben sich allerdings zu früh, um das Ei zu befruchten.
Mediziner um Fabio Pasqualotto von der Universität zu Sao Paulo haben die Spermien von 750 Männern untersucht, die sich einer Vasektomie (Sterilisation) unterziehen wollten. Dabei werden die Samenleiter operativ durchtrennt, um Unfruchtbarkeit auszulösen.
Es stellte sich heraus, dass die Spermien von Kaffeetrinkern schneller waren als die Keimzellen von Abstinenzlern. Das Ausmaß des Kaffeekonsums hatte keinen Einfluss auf die Bewegungsrichtung der Spermien, die Spermakonzentration oder den Hormonspiegel. "Allerdings war die Beweglichkeit der Spermien bei Patienten, die Kaffee trinken, höher als bei denen, die es nicht tun", erklärte das Forscherteam auf einem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Fortpflanzungsmedizin. Koffein könne demnach zur Behandlung von unfruchtbaren Männern eingesetzt werden.
Auf demselben Kongress präsentierte eine Forschergruppe um die Medizinerin Lani Burkman die Studienergebnisse der Cannabiskonsumenten, die sich unten den Vasektomiepatienten befanden. Deren Spermien waren ebenfalls schneller. Doch die "gedopten" Keimzellen würden sich zu früh verausgaben und "ausbrennen", bevor sie die Eizelle erreichen, sagten die Froscher.
Burkman und seine Kollegen vermuten, dass der Wirkstoff von Cannabis - THC - an Cannabinoid-Rezeptoren der Spermien andockt und diese zu früh aktiviert oder einen Hemmmechanismus überbrückt. Dadurch würde das richtige "Timing" verpasst. Nach Aussagen der Wissenschaftler könnte der Konsum von Cannabis zu Unfruchtbarkeit führen.
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