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20.08.2003
Matthias Petzold vom Erziehungswissenschaftlichen Institut der Universität Düsseldorf hat durch Studien herausgefunden, dass sich übermäßiger Computerkonsum und Alltagstauglichkeit nicht ausschließen müssen.
Probanden waren Studenten, die viel Zeit in der virtuellen Welt verbringen. Diese wiesen kaum Auffälligkeiten in ihrer Persönlichkeit auf. Es zeigte sich: das Gegenteil ist der Fall.
Die Computerhasser und die unerfahrenen Computernutzer beschrieben sich tendenziell als gesundheitlich angeschlagen, angespannt und kontaktscheu oder aggressiv. Die Computerfans hingegen, verfügten über deutlich mehr Lebensqualität und schätzten sich als überdurchschnittlich sozial kompetent ein. Die Vielsurfer haben aufgrund ihrer Persönlichkeit "überhaupt kein erhöhtes Risiko einer Suchterkrankung", so Petzold.
Mehrere deutsche Untersuchungen haben mittlerweile nachgewiesen "dass Jugendliche im Internet ein Instrument entdeckt haben, das sie bei ihrer Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung unterstützt", schreibt Petzold in der Zeitschrift "Psychologie in Erziehung und Unterricht" (49, 2002). Die Chatplattform stellt eine ideale Übungsplattform für verschieden soziale Rollen und Facetten der Persönlichkeit dar.
Problematisch wird es erst, wenn im Chat eingeübte Rollen auf dem Pausenhof oder in der Clique nicht richtig umgesetzt werden können. Auch starke Introvertiertheit und auffällig hoher Fernsehkonsum wirken sich ungünstig aus. Erst wenn das Internet alleiniger Lebensinhalt wird, müsse von Sucht gesprochen werden, meint Petzold.
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