Energy-Drinks täuschen über Trunkenheit hinweg

11.04.2006

Mischgetränke aus Alkohol und Energy-Drinks gehören für viele Nachtschwärmer zum Partyfeiern einfach dazu. Einer aktuellen Studie zufolge kann der Genuss dieser Mixgetränke allerdings dazu führen, dass das Ausmaß der eigenen Trunkenheit unterschätzt wird, möglicherweise mit gefährlichen Folgen.

In einer ersten Studie im Jahre 2004 konnte eine Forschungsgruppe um Maria Lucia Souza-Formigoni an der Universität Sao Paulo nachweisen, dass die Leistungsfähigkeit bei Konsumentinnen und Konsumenten eines Alkohol-Energy-Drink-Mixgetränks ebenso beeinträchtigt war, wie bei Personen, die zwar dieselbe Menge an Alkohol, jedoch keinen Energy-Drink zu sich nahmen. Energy-Drinks tragen somit nicht dazu bei, die Auswirkungen des Alkohols auf die körperliche Leistungsfähigkeit zu reduzieren.

Zusätzliche Erkenntnisse gewann die Gruppe um Professorin Souza-Formigoni nun in einer aktuellen Studie. Hierbei wurden verschiedene Tests mit 26 Freiwilligen durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Motorik und das Reaktionsvermögen durch den Konsum von Alkohol und Energy-Drinks zu testen. In einer ersten Testrunde bekamen die Probandinnen und Probanden unterschiedliche Mengen Alkohol zu trinken, bevor die Tests durchgeführt wurden. Sieben Tage später wurde eine zweite Testrunde durchgeführt. Dabei wurde den Versuchspersonen zusätzlich zur selben Alkoholmenge ein Energy-Drink serviert.

Nachdem sie die Getränke zu sich genommen hatten, wurden die Versuchsteilnehmerinnen und -teilnehmer zunächst nach ihrem subjektiven Empfinden befragt. Beim Mischkonsum von Alkohol und Energy-Drink gaben sie an, sich im Vergleich zum alleinigen Konsum von Alkohol wacher, euphorischer und insgesamt leistungsfähiger zu fühlen. Zudem waren sie der Ansicht, ihre Motorik besser kontrollieren zu können, wenn sie den Alkohol zusammen mit dem Energy-Drink konsumierten.

Die anschließenden Tests zur Überprüfung der Körpermotorik zeigten allerdings, dass sich diese Selbsteinschätzung als zu optimistisch erwies. Sollten sie beispielsweise Stifte auf einem Brett bewegen, führte der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Energy-Drink im Vergleich zum alleinigen Verzehr von Alkohol zu keinen besseren Ergebnissen. Reaktions- und Sehtests offenbarten ebenfalls so starke Einschränkungen, dass sich ihre Ergebnisse nicht von der Vergleichsgruppe unterschieden, die nur Alkohol konsumiert hat.

Beim Mischkonsum von Alkohol und Energy-Drink tendierten die Probanden somit dazu, ihre eigene Trunkenheit zu unterschätzen, was nach Meinung der Forscherinnen und Forscher besonders riskant ist. So sei zu befürchten, dass Konsumentinnen und Konsumenten solcher Mixgetränke beispielsweise ihre Fahrtüchtigkeit überschätzen könnten. Auch wer sich gut fühle, so Prof. Souza-Formigoni, sei noch lange nicht fahrtüchtig.

Quellen:
science.orf.at
www.pressetext.de
www.alcoholism-cer.com

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