Home > News > Aktuelle Meldungen > Erhöhtes Risiko für Augenerkrankungen unter Kokainkonsumierenden
21.10.2011
Einer US-amerikanischen Studie zufolge haben männliche Kokainkonsumenten ein 45 Prozent höheres Risiko, an einem Glaukom zu erkranken. Die auch als „grüner Star“ bekannte Augenerkrankung kann bis zur Erblindung führen.

Bild: Nikada / istockphoto.com
Wenn man die ersten Symptome bemerkt, ist es meist schon zu spät. Beim Glaukom, der auch „grüner Star“ genannt wird, werden die Netzhaut und der Sehnerv meist infolge eines zu hohen Augeninnendrucks geschädigt. Zu spät oder unbehandelt kann die Erkrankung bis zur Erblindung führen. Das Tückische am Glaukom ist, dass Beeinträchtigungen im Gesichtsfeld oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung von den Betroffenen bemerkt werden. Daher raten Augenärzte zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen.
Das Risiko für Glaukom steigt in der Regel mit dem Alter. Kokain, so das Ergebnis einer aktuellen Studie, ist ein Risikofaktor, der auch bei jüngeren Personen zu einem Glaukom führen kann. Die Studie basiert auf 5,3 Millionen Patientendaten. Studienleiter Dustin French und sein Team haben den riesigen Datensatz, in dem auch Angaben zum Kokainkonsum enthalten sind, mit der Frage durchforstet, ob es einen Zusammenhang zwischen Glaukom und Kokainkonsum gibt.
Die statistische Analyse ergab, dass männliche Kokainkonsumenten mit einer um 45 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit an einem Glaukom erkranken. Für Frauen konnte hingegen kein signifikanter Effekt ermittelt werden, wenn das Alter mit in die Analyse einbezogen wurde. Kokainkonsumenten, die an einem Glaukom erkrankt sind, waren beinahe 18 Jahre jünger als drogenabstinente Patienten.
Das Autorenteam weist darauf hin, dass sie mit ihrer Studie jedoch keine Aussage darüber machen können, ob Kokain tatsächlich die Ursache für Glaukomerkrankungen ist. Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass die Augenerkrankung bereits vor dem Einstieg in den Konsum aufgetreten ist. An Glaukom erkranken in der Regel ältere Menschen. Der Einstieg in den Kokainkonsum findet aber meist schon in jungen Jahren statt.
Nach Angaben von French und seinem Team wurde mit ihrer Studie erstmals die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen dem Glaukom und Kokainkonsum untersucht. Weitere Studien seien notwendig, um das erhöhte Glaukomrisiko zu bestätigen und um die langfristigen Effekte des Kokainkonsums auf den Augeninnendruck zu untersuchen.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.