Home > News > Aktuelle Meldungen > Führt der frühe Einstieg in Konsum von Cannabis und Zigaretten zu erhöhter Bildschirmzeit?
11.09.2019
Cannabiskonsum und Zigarettenrauchen sind der Gesundheit von Jugendlichen nicht gerade zuträglich. Wie eine aktuelle Studie zeigt, steht der frühe Einstieg in den Konsum dieser Substanzen zudem mit einer längeren täglichen Bildschirmzeit in Zusammenhang.

Bild: Niyaz Tavkaev / istockphoto.com
Heute schon sportlich aktiv gewesen? Oder doch lieber Videos im Internet geschaut, Computergames gespielt oder die sozialen Netzwerke rauf- und runtergescrollt? Die Nutzung digitaler Unterhaltungsmedien kann eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. 16- bis 17-Jährige sind aktuell durchschnittlich rund vier Stunden am Tag online, vorzugsweise auf dem Smartphone. In dieser Zeit dürften sie körperlich eher inaktiv sein, was sich ungünstig auf ihre Entwicklung auswirken kann.
Mit dem Einstieg in den Konsum von psychoaktiven Substanzen kommt ein weiterer Risikofaktor in der Jugendzeit hinzu. Eine aktuelle Studie aus Kanada hat aufgezeigt, dass der Einstieg in den Konsum und die tägliche Bildschirmzeit Jugendlicher möglicherweise in einem Zusammenhang stehen.
Studienleiterin Gillian Williams und ihr Team haben die Daten einer großen Studie zum Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern in Kanada genutzt. Das Team hat die Angaben von über 35.000 Jugendlichen der 12. Klasse ausgewertet. Untersucht wurden das Einstiegsalter in den Konsum von Alkohol, Cannabis und Zigaretten sowie die Bildschirmzeit und das Ausmaß der sportlichen Aktivität.
Interessanterweise stand ein früher Einstieg in den Alkoholkonsum mit verstärkter sportlicher Betätigung in Zusammenhang. Wer früh mit Alkohol in Kontakt kommt, treibt also mehr Sport. Wie passt das zusammen? Das Forschungsteam vermutet, dass Jugendliche, die in einem Sportverein aktiv sind, mehr Kontakte zu Gleichaltrigen haben und dadurch auch mit höherer Wahrscheinlichkeit früher mit dem Alkoholtrinken anfangen. Diese Annahme würde zumindest durch frühere Studien gestützt.
Für den frühen Einstieg in den Cannabiskonsum und das Zigarettenrauchen konnte zwar kein eindeutiger Zusammenhang zur sportlichen Aktivität gefunden werden. Wer schon in jungen Jahren kifft oder Zigaretten raucht, verbringt den Ergebnissen zufolge aber mehr Zeit vor einem Bildschirm und dürfte entsprechend weniger körperlich aktiv sein im Alltag.
Wie genau es zu dem Zusammenhang zwischen Cannabis und Zigaretten mit der Bildschirmzeit kommt, dazu liefert die Studie allerdings keine Aussagen. Das Forschungsteam scheint jedoch eine gewisse ursächliche Verbindung anzunehmen. Während der frühe Einstieg in den Suchtmittelkonsum ohnehin eine Reihe von schädlichen Auswirkungen auf die Entwicklung von Jugendlichen hat, würde ein späterer Einstieg in den Konsum von Cannabis und Zigaretten auch die Bildschirmzeit der Jugendlichen und damit auch die Folgerisiken durch körperliche Inaktivität senken, schlussfolgern Williams und ihr Team.
Quellen:
Webanalyse / Datenerfassung
Wir möchten diese Website fortlaufend verbessern. Dazu wird um Ihre Einwilligung in die statistische Erfassung von Nutzungsinformationen gebeten. Die Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.
Welcher Dienst wird eingesetzt?
Matomo
Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?
Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.
Welche Daten werden erfasst?
IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)
Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell
Betriebssystem-Version
Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins
aufgerufene URLs
die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)
Verweildauer
heruntergeladene PDFs
eingegebene Suchbegriffe.
Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).
Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.
Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.
Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?
Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.
Wo werden die Daten verarbeitet?
Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).
Weitere Informationen:
Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.