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23.05.2008
Langjährige, starke Kiffer haben einer aktuellen Studie zufolge womöglich ein erhöhtes Risiko für Herzattacken und Schlaganfälle. Ursache könnte ein bestimmtes Bluteiweiß sein, das im Blut von Cannabiskonsumierenden in erhöhter Konzentration gefunden wurde.
Ein US-amerikanisches Forschungsteam untersuchte 18 Cannabiskonsumierende, die seit mehreren Jahren intensiv konsumieren und verglich diese Gruppe mit 24 abstinenten Personen, die etwa gleichen Alters waren. Das Team um den Leiter Jean Lud Cadet vom Biomedical Research Center in Baltimore (USA) entnahm Blutproben von allen Untersuchungspersonen und testete auf bestimmte Bluteiweiße.
Dabei fanden sie heraus, dass der Blutspiegel eines Proteins namens Apolipoprotein C-III (ApoC-III) erhöht war bei den Kiffern. ApoC-III hat Einfluss auf die Verstoffwechselung von bestimmten Blutfetten. Es verlangsamt den Abbau von so genannten Trigliceriden. Eine Erhöhung des Blutwerts von ApoC-III führt somit zu einer Erhöhung dieser schädlichen Bluttfette. Trigliceride stehen im Zusammenhang mit Herzinfarkten und Schlaganfällen.
Nur wenige Studien hätten bislang allerdings Hinweise auf eine Verbindung zwischen Cannabiskonsum und Herzproblemen gefunden, sagt Cadet in dem Online-Magazin ScienceNews. Wegen der Illegalität der Droge sei es schwierig, dies zu untersuchen.
Die Autorinnen und Autoren der Studie geben denn auch zu bedenken, dass die Ergebnisse zunächst nur für stark Cannabiskonsumierende gelten würden. „Eine Person, die nur hin und wieder Cannabis konsumiert, hat womöglich kein erhöhtes Risiko“, wird Cadet in ScienceNews zitiert.
Quellen:
ScienceNews
Eurekalert
Jayanthi, S., Buie, S., Moore, S. et al. (2008). Heavy marijuana users show increased serum apolipoprotein C-III levels: evidence from proteomic analyses. Molecular Psychiatry, doi: 10.1038/mp.2008.50. Abstract
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